Ex-„Sturm der Liebe“-Star: „Ich bin ein altes Urviech – vor allem auf der Bühne“

Mona Seefried in Fellbach: Ex-„Sturm der Liebe“-Star: „Ich bin ein altes Urviech – vor allem auf der Bühne“

Kurz vor ihrem Gastspiel mit „Der Besuch der alten Dame“ in Fellbach blickt Schauspielerin Mona Seefried auf die überraschenden Wendungen ihrer Karriere.

Es gibt kaum eine bekannte Serie der deutschen TV-Historie, in der Mona Seefried nicht schon dabei war – sei es in „Der Fahnder“, „Liebling Kreuzberg“, „Der Bulle von Tölz“ oder „Um Himmels Willen“. Doch ihre Liebe gehört dem Theater – ausgebildet am renommierten Max-Reinhardt-Seminar in Wien, hatte sie später feste Engagements etwa am Thalia Theater Hamburg oder den Staatlichen Schauspielbühnen in Berlin. Jetzt kommt Mona Seefried in Friedrich Dürrenmatts Tragikomödie „Der Besuch der Alten Dame“ in die Fellbacher Schwabenlandhalle. Zum Telefoninterview erreichen wir sie an ihrem Wohnsitz in den Marken in Italien.

Frau Seefried, vor einigen Monaten war eine Ihrer engen Kolleginnen ebenfalls in Fellbach zu Gast, und im Interview mit uns meinte sie, in ihrer Serienrolle sei sie „drei Mal gestorben und dann wiederauferstanden“. Um wen kann es sich dabei nur handeln?

Da muss ich überlegen. Vielleicht Nicola Tiggeler?

Genau, mit ihr waren Sie ja viele Jahre Seite an Seite in der ARD-Telenovela „Sturm der Liebe“ und haben ein Millionenpublikum erfreut.

Das ist aber einige Zeit her, wir sind beide schon lange aus der Serie raus. Sie war die Böse und sollte mich umbringen, aber ich war wie die Katze mit ihren sieben Leben und habe ihre Attacken immer wieder überlebt.

In der Rolle blieben Sie unversehrt. Aber einmal bei den Dreharbeiten war es ganz schön knifflig, da haben Sie sich eine Rippenfellentzündung geholt – hat man Sie in den Eiskanal bugsiert?

Nein, ich musste an dem Drehtag ziemlich lange im Schnee liegen, weil ich schon wieder einmal von einer anderen Bösen umgebracht werden sollte, das war damals die wunderbare Kollegin Simone Ritscher als intrigante Unternehmerin Doris van Norden. Aber ich habe alles überlebt, sowohl in der Serie wie auch bei den Herausforderungen durch den Beruf.

Eine Rippenfellentzündung hört sich aber nicht nach einer Kleinigkeit an.

Ach, wissen Sie, ich bin jetzt mehr als fünf Jahrzehnte in diesem Beruf, und ich bin noch nicht einen Tag ausgefallen, habe immer gespielt. In Berlin habe ich ein Jahr lang Irma la Douce gespielt mit einer Steppnummer, und da habe ich mir den Zeh gebrochen hinter der Bühne und trotzdem weitergesteppt. Ich bin halt so ein altes Urviech – vor der Kamera, aber vor allem auf der Bühne muss man eben so manches runterschlucken an Wehwehchen.

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