Walter Lehnertz: „Ich hab Rotz und Wasser geheult“

Walter Lehnertz
„Bares für Rares“-Händer Walter „Waldi“ Lehnertz ist bereits seit zwölf Jahren Teil der ZDF-Trödelshow.ZDF/Frank Hempel
Seit zwölf Jahren gehört der Walter Lehnertz fest zum Händlerteam der beliebten ZDF-Sendung „Bares für Rares“. Seine Leidenschaft für Raritäten ist ungebrochen. Doch zwei ganz besondere Stücke würde Lehnertz niemals verkaufen.

Seit mittlerweile zwölf Jahren ist Kunsthändler Walter „Waldi“ Lehnertz nun schon Teil der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“. Sein typisches Startgebot von 80 Euro hat ihm über die Jahre den Spitznamen „80-Euro-Waldi“ eingebracht.

In der Erfolgs-Sendung hat Lehnertz schon einige Raritäten ergattert, die er dann weiterverkaufen konnte. Es gibt aber auch Stücke, die der 58-Jährige für kein Geld der Welt mehr hergeben würde. Welche das sind, das hat er jetzt im Podcast „Saunah dran – mit Daniel Danger“ verraten.

Diese Rarität hütet das „Bares für Rares“-Urgestein wie einen Schatz

Podcast-Host Daniel Danger hakt nach: „Was hast du denn mal gekauft, lieber Waldi, was du niemals wieder verkaufen würdest?“ Eingeschweißte Fans werden die Antwort womöglich bereits kennen. Denn tatsächlich hat „Waldi“ mindestens zwei Gegenstände, die für ihn absolut unverkäuflich sind. Was passiert, wenn er diese zu verlieren droht, konnten die Zuschauerinnen und Zuschauer vergangenes Jahr bei „Verstehen Sie Spaß?“ miterleben…

Dort hätten sie ihn „drangekriegt“, erzählt Waldi, dem sein unfreiwilliger TV-Auftritt damals sichtbar naheging, rückblickend. Der Hintergrund der Geschichte: „2013 hat der Lichter im Auftrag seiner Mutter ein Tablett verkauft“, erinnert sich Lehnertz. „Sie wollte unbedingt mal was bei ‘Bares für Rares’ verkaufen, wollte aber nicht vor die Kamera“.

Waldi kaufte der Mutter von Horst Lichter die Rarität ab und widmete dem Tablett einen besonderen Platz in seinem Büro. Lichter habe das Tablett auf der Rückseite noch verziert, damit „der Nachweis da ist“, so Waldi. Ein extrem persönlicher Gegenstand, der dem Händler mehr als Geld bedeutete. Wie viel Emotionen an dem Tablett hängen, wurde dann bei „Verstehen Sie Spaß?“ deutlich.

Walter Lehnertz ist seit 12 Jahren "Bares für Rares"-Händler.
Walter Lehnertz ist seit 12 Jahren “Bares für Rares”-Händler.Picture Alliance

Walter Lehnertz: „Ich hab Rotz und Wasser geheult“

Dort wurde Lehnerzt nämlich ausgerechnet von seinem Freund und Kollegen Horst Lichter, der beim „Bares für Rares“-Weihnachtsfest plötzlich in Tränen ausbrach, reingelegt, der Waldi mithilfe einer angeblichen Käuferin vorspielte, dass sein geliebtes Tablett zusammen mit einer weiteren Rarität ohne sein Einverständnis für 80 Euro verkauft worden sei. Als die Käuferin Waldi mit ihrem Schnäppchen-Einkauf konfrontierte, fiel der aus allen Wolken, wollte den Gegenstand am Ende sogar für 350 Euro zurückkaufen. Seine klare Begründung: „Das ist unverkäuflich!“

Umso großer war die Erleichterung, als Horst Lichter die Situation auflöste und Waldi ihm sichtlich bewegt in die Arme fiel. Wie Lehnertz rückblickend im Podcast berichtet, habe er das Kamerateam hinter Lichter zunächst gar nicht wahrgenommen. „Ich hab nur den Alten gesehen, hab den in den Arm geholt und hab gesagt: ‘Du musst mir helfen, die wollen mir dich wegnehmen“, erinnert sich Waldi. „Ich hab Rotz und Wasser geheult“, gesteht der Händler.

Neben dem Tablett hatte die „Käuferin“ auch einen zweiten Gegenstand von Lehnertz mit emotionalem Wert dabei. Ein Kalender der kölschen Legende Hans Süper, der im Dezember 2022 verstarb. Dieser sei ebenfalls unverkäuflich, „weil Hans Süper ein sehr guter Freund von mir war“, erklärt Waldi und stellt klar: „Das sind so Sachen, die würde ich nie verkaufen, da würde ich eher betteln gehen.“

Übrigens: Vor Kurzem äußerte sich „Bares für Rares“-Urgestein Walter Lehnertz über Altersarmut.

Von teleschau

Das Original zu diesem Beitrag “„Da würde ich eher betteln gehen“: Diese Raritäten würde Händler Walter Lehnertz niemals verkaufen” stammt von teleschau.

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