„TRAURIGE NACHRICHT: Sepp Schauer kämpft allein gegen Lungenkrebs, doch die Ergebnisse sind herzzerreißend
Ein Kampf ums Leben – und ein Mann, der nicht aufgibt
Eine emotionale Reportage über Sepp Schauer und seinen Weg zurück ins Leben
Es gibt Geschichten, die man liest – und die man nicht mehr vergisst. Die Geschichte von Sepp Schauer (76), dem ehemaligen Publikumsliebling aus „Sturm der Liebe“, gehört genau dazu. Was er durchgemacht hat, übersteigt das, was die meisten Menschen jemals erleben müssen. Und doch steht er heute hier, mit einem Satz, der stärker ist als jeder Rückschlag, jede Diagnose, jede Angst:
„Man stirbt nicht – zumindest jetzt noch nicht.“
Vor rund einem Jahr wurde seine Welt erschüttert. Die Ärzte stellten den Verdacht fest, der jeden Menschen in die Knie zwingen würde: Lungenkrebs. In einem offenen Gespräch mit dem Magazin Bunte erzählte Schauer nun von jener dunklen Zeit – und vom unerschütterlichen Willen, der ihn letztlich gerettet hat.
„Ich konnte nicht mehr atmen – da wusste ich, es stimmt etwas nicht“
Im März 2014 bemerkte Schauer beim Joggen, dass etwas nicht stimmte. Atemlosigkeit, die nicht mehr verschwand. Schon wenige Wochen später folgten weitere Symptome. Treppensteigen wurde zur Qual, Proben im Theater endeten mit stechenden Schmerzen in der Brust. „Ich dachte, ich sterbe“, sagt er. „Der Schmerz kam wie ein Schlag.“
Der Arztbesuch, der folgen sollte, veränderte alles.
„Es ist nicht gut“, sagte der Landarzt nach dem MRT. Hinter ihm, auf dem Bildschirm, prangten die Worte, die ihm bis heute Haut und Herz zugleich gefrieren lassen:
„Hochgradiger Verdacht auf Bronchialkarzinom.“
Der Tumor: 4,4 Zentimeter. Nicht operierbar. Ein medizinischer Kampf begann.
Chemotherapie, Erschöpfung – und 18 Kilo mehr
Es folgten Monate, in denen Schauer stundenlang im Krankenhaus lag, während Liter um Liter Chemoflüssigkeit durch seine Venen floss.
„Zehn bis zwölf Stunden hing ich am Tropf. Das Gefühl im Körper war fremd, eiskalt, unheimlich.“
Die Nebenwirkungen ließen nicht lange auf sich warten: ein Zittern, das ihn oft bis in die frühen Morgenstunden begleitete, unbändige Müdigkeit – und paradoxerweise ein ungeheurer Hunger. „Ich habe gegessen, um die Übelkeit zu bekämpfen“, erzählt er. „So nahm ich 18 Kilo zu.“
Doch noch schwerer als diese körperlichen Beschwerden waren die Gedanken, die sich nachts, wenn alles still wurde, an ihn heranschlichen.
„Ich verbot mir den Gedanken an den Tod – aber er war da“
Schauer spricht offen über seine dunkelsten Momente.
„Ich habe mir selbst verboten, ans Sterben zu denken. Aber die Angst… sie war da.“
Und noch etwas war da: der Gedanke daran, den Schmerz einfach zu beenden. Für einen kurzen Moment habe er sogar in Erwägung gezogen, ob ein freiwilliges Ende die Erlösung sein könnte. Es sei ein Gedanke gewesen, der ihn erschreckte – aber den er heute mutig benennt.
Und doch: Er lebt. Und er kämpft.
Heute gilt Sepp Schauer als gesund. Das Risiko eines Rückfalls bleibt – doch er begegnet ihm mit einer Mischung aus Humor und Lebenslust. „Es ist wie Motorradfahren ohne Helm“, sagt er. „Viele haben es überlebt – vielleicht tue ich das auch.“
Er blickt dankbar auf die Menschen, die bei ihm waren, als er es selbst nicht konnte.
„Ich hätte das niemals allein geschafft“, sagt er leise.
Seine Geschichte ist mehr als ein Erfahrungsbericht. Sie ist ein Appell. Ein Trost. Eine Erinnerung daran, dass selbst in den dunkelsten Momenten ein Funke Hoffnung lodert.
Und Sepp Schauer trägt diesen Funken – heute stärker denn je.




