Putin-Rakete t-ö-t-e-t Mutter und Tochter

Tragödie in Ternopil: Polnisches Mädchen und ihre Mutter verlieren bei Angriff ihr Leben

Die westukrainische Stadt Ternopil steht erneut unter Schock. Bei einem nächtlichen Raketenbeschuss, der große Teile der Stadt getroffen hat, kamen zahlreiche Menschen ums Leben – darunter auch ein siebenjähriges polnisches Mädchen und ihre Mutter. Das polnische Außenministerium bestätigte am Freitag erstmals offiziell den Tod der beiden. Die Nachricht löste in Polen, der Ukraine und weit darüber hinaus große Anteilnahme aus.

Ein Angriff, der eine ganze Stadt erschütterte

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hatten russische Streitkräfte eine besonders massive Angriffswelle auf die Ukraine ausgelöst. Über das ganze Land hinweg wurden Drohnen und Raketen abgefeuert – sogar Regionen, die weit entfernt von der Front liegen, waren betroffen. In Ternopil schlugen mehrere Projektile in Wohngebieten ein. Ganze Häuserzeilen wurden zerstört, dutzende Familien verloren innerhalb von Minuten ihr Zuhause.

Laut Behördenangaben kamen mindestens 28 Menschen ums Leben, darunter mehrere Kinder. Noch immer werden Vermisste gesucht, während Rettungskräfte ununterbrochen in den Trümmern arbeiten. Für Ternopil, eine Stadt, die in den letzten Jahren vergleichsweise wenige direkte Angriffe erlebt hatte, ist dies eine der schwersten Katastrophen seit Beginn des Krieges.

Getötet von Putins Raketen: Amelia mit ihrer Mutter Oksana

Ein Vater berichtet von seinen letzten Momenten mit seiner Tochter

Bei der Trauerfeier am Samstag sprach der Vater des Mädchens erstmals öffentlich über die letzten Augenblicke, in denen er mit seiner Tochter telefonierte. Er schilderte, dass das Kind in Angst zu ihm gerufen habe, während die Explosionen immer näher kamen. Er bat seine Frau und das Kind, sofort die Wohnung zu verlassen – doch im Umfeld der Familie brach bereits ein Großbrand aus, wodurch der Fluchtweg abgeschnitten wurde.

Die letzten Worte des Mädchens seien von Angst geprägt gewesen, berichtete der Vater. „Ich konnte nichts mehr tun“, sagte er in tiefer Trauer. Angehörige beschrieben, dass Mutter und Tochter bis zuletzt zusammengeblieben seien.

Offizielle Reaktionen aus Polen

Der Sprecher des polnischen Außenministeriums, Maciej Wewiór, bestätigte am Freitagnachmittag erstmals, dass unter den Opfern des Angriffs auch eine polnische Staatsbürgerin ist. Er sprach von einem „unfassbaren Verlust“ und versicherte, dass Polen eng mit den Behörden in der Ukraine zusammenarbeite, um die Familie zu unterstützen.

Auch Polens Premierminister Donald Tusk reagierte sichtlich bewegt. Er betonte, dass das Geschehen zeige, wie dringend ein Ende der Kämpfe sei. „Ein Kind sollte niemals Opfer eines bewaffneten Konflikts werden müssen“, erklärte er. Die Worte des Premiers fanden in den sozialen Netzwerken viel Resonanz.

Trauer in Ternopil: Angehörige nehmen Abschied von der siebenjährigen Amelia Grzesko und ihrer Mutter Oksana

Schule in Trauer – ein Mädchen, das Licht brachte

Die Schule, die das Mädchen in Ternopil besuchte, veröffentlichte einen bewegenden Nachruf. Lehrkräfte beschrieben sie als freundlich, offen und immer hilfsbereit. Viele Mitschülerinnen und Mitschüler legten Blumen nieder und zündeten Kerzen an, um sich zu verabschieden.

Auch die Mutter, die ebenfalls aus Polen stammte, war in der Stadt gut integriert und hatte viele Freunde. Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner Ternopils begleiteten die Familie am Samstag auf dem letzten Weg und zeigten ihre Anteilnahme.Rettungskräfte löschen in Ternopil, Ukraine, ein Feuer in einem Wohnhaus

Ein Ereignis, das weit über Ternopil hinaus nachhallt

Der Vorfall führt einmal mehr vor Augen, wie unberechenbar und folgenreich die Angriffe auf zivile Gebiete sind. Ternopil, lange als vergleichsweise sicher geltend, wurde innerhalb weniger Minuten in eine Katastrophe gestürzt, deren Auswirkungen noch lange spürbar sein werden.

Die Namen der betroffenen Mutter und ihrer Tochter stehen nun symbolisch für unzählige Familien, die durch den Krieg auseinandergerissen wurden. Die Anteilnahme aus Polen, der Ukraine und vielen anderen Ländern zeigt, dass Tragödien dieser Art eine tiefe internationale Betroffenheit auslösen.

Tote in Plastiksäcken liegen auf dem Boden vor einem Wohnhaus

 

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