Unfassbarer Verlust! Ein Trikot im Wind steht für Anton (†7) – stille Momente voller Schmerz und Erinnerung
Erlangen (Bayern) –Es sollte ein ausgelassener Samstag im Zeichen des Fußballs werden. Zuschauer hatten sich nach dem Mittag beim FSV Erlangen-Bruck gesammelt, um das Landesligaspiel der Männer zu sehen. Auf dem Nebenplatz sollten am Nachmittag noch die Mini-Kicker der F-Jugend spielen. Auch Anton (7) und seine Eltern waren gekommen. Doch während sich die Mannschaften aufwärmten, passierte ein verheerendes Unglück.Knapp 24 Stunden später weht ein Trikot am Rasen. Blumen und Kerzen sind abgelegt, rund 100 Menschen stützen sich, einige weinen. Sie trauern um Anton. Laut einem Polizeisprecher war beim Aufbau für das Nachwuchsspiel noch vorAnpfiff ein mobiles Tor umgestürzt. Es verletzt den Siebenjährigen am Kopf. Anton wird in die Uniklinik Erlangen (Bayern) gebracht. Doch die Verletzungen sind zu schwer. Das Kind stirbt in der Klinik. Die Ermittlungen, wie es genau zu dem Unglück kommen konnte, dauern noch an.
Fußballtor trifft Anton (7) tödlichDer Schmerz ist am Sonntag überall auf dem Vereinsgelände spürbar. Mitglieder versammeln sich. Dann beginnen die Gedenkminuten. Absolute Stille – kein Wort, nur das leise Flattern des Fußballtrikots. Das gemeinsame Erinnern an einen kleinen Jungen, der einfach nurFußballspielen wollte.
Bewegende Worte bei GedenkfeierEin Vereinsmitglied tritt nach vorn, ringt um Worte: „Ich halte heute eine Rede, die nie gehalten werden sollte. Ich habe selbst keine Kinder – und kann den Schmerz der Eltern nicht einmal ansatzweise begreifen. Man kann keinen Sinn suchen, wo kein Sinn ist. Nehmt euch an den Händen und gebt euch gegenseitig Trost. Die Kinder wollten einfach Spaß haben, Fußball spielen – und es endet in so einer Tragödie. Ich hoffe, ich muss so eine schreckliche Rede nie wieder halten.“Seine Worte hallen nach. Viele senken den Blick, einige weinen leise. Im Anschluss geht die Familie von Anton, gemeinsam mit seiner Schwester, noch einmal zu dem Platz, an dem das Unglück passiert ist. Dorthin, wo sich ihr Leben innerhalb von Sekunden für immer verändert hat.Zuschauer über Unglückstag
Ein Zuschauer, der mit seinem Kind ebenfalls vor Ort war, berichtet: „Der Vater war mit Anton und seiner Schwester auf dem Platz. Die Stimmung war gut, alles war friedlich. Und dann sollte das Tor aufgebaut werden und ist dabei dann umgefallen. Es war viel Blut zu sehen. Kurz darauf kamenPolizeiund Krankenwagen.“ Er stockt. „Dieser Gedanke… , dass man mit seinem Kind kommt und ohne sein Kind wieder geht – das ist furchtbar.“




