Ganz Deutschland hält den Atem an! Millionen bangen um Buckelwal Timmy in Wismar
Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) –Riesige Erleichterung an der Ostsee: Buckelwal Timmy hat es erneut geschafft und sich in der Nacht aus seiner lebensgefährlichen Lage befreit. Zum zweiten Mal war der 12 bis 15 Meter lange Meeressäuger auf einer Sandbank gestrandet – diesmal in der Wismarer Bucht. Stundenlang bangten Helfer, Experten und Schaulustige um das geschwächte Tier. Dann die erlösende Nachricht am späten Abend: Mit dem steigenden Wasserstand kam Timmy frei und schwamm zurück in tieferes Wasser.Ein Sprecher des UmweltministeriumsMecklenburg-Vorpommernbestätigte, dass sich der Wal aus eigener Kraft befreien konnte. Die Wasserschutzpolizei nahm sofort die Verfolgung auf, um das Tier weiter im Blick zu behalten.
Eine Möwe hatte es sich auf dem Rücken von Timmy bequem gemachtEs ist bereits das zweite Mal, dass Timmy sich selbst rettet. Erst in der Nacht zu Freitag hatte sich der Buckelwal aus einer Sandbank vor Timmendorfer Strand befreit – nach tagelangem Einsatz von Helfern, die sogar mit einem Bagger eine Rinne ausgehoben hatten.Am Freitagnachmittag schwamm der Wal dann aus der Lübecker Bucht in Richtung Mecklenburg. Doch er blieb in Küstennähe – keine gute Entscheidung. Denn die Ostsee ist tückisch flach; immer wieder drohen Sandbänke zur Falle zu werden. Genau das passierte erneut: Am Samstag saß Timmy wieder fest, diesmal in derWismarer Bucht.
Polizei beschützt Kämpfer TimmyDie Sorge um denWalwar groß. Experten beschrieben seinen Zustand als kritisch. Die Haut des Tieres ist schwer angegriffen, löst sich stellenweise bereits ab. Immer wieder gab Timmy klagende Laute von sich – ein Zeichen enormen Stresses. Helfer entschieden sich dennoch bewusst gegen eine sofortige Rettungsaktion. Stattdessen sollte der Wal die Chance bekommen, sich selbst zu befreien. Eine riskante Strategie – die diesmal aufging!Während der dramatischen Stunden blieb die Wasserschutzpolizei vor Ort und schützte das Tier vor neugierigen Booten und Schaulustigen. Die klare Ansage der Behörden: mindestens 500 Meter Abstand halten. Denn jede Störung hätte die Situation weiter verschärfen können.Trotz der Erleichterung bleibt die Lage angespannt. Noch immer bewegt sich Timmy in Küstennähe – und damit in gefährlichem Fahrwasser. Es ist ungewiss, ob er den Weg zurück in die offene Nordsee und weiter in den Atlantik findet.Experten vermuten, dass der Buckelwal auf der Suche nach Nahrung einem Fischschwarm gefolgt sein könnte; auch Unterwasserlärm kommt als Ursache infrage. Klar ist: In der Ostsee hat ein Buckelwal eigentlich nichts verloren. Jetzt hoffen alle, dass Timmy seinen Kurs ändert – und endgültig den Weg in sichere, tiefere Gewässer findet.




