Schock-Moment! Der Wal steckt erneut fest – Helfer in Alarmbereitschaft
Wismar –Der Buckelwal vom Timmendorfer Strand ist offenbar erneut auf einer Sandbank gestrandet. Ein erstes Foto zeigt den Rücken des Meeressäugers in der Wismarer Bucht aus dem Ostseewasser ragen. Dort hatten Zeugen bereits am Vormittag Hinweise auf Sichtungen gegeben. Gegen 13.30 Uhr meldete BILD-Reporter Marco Dittmer, den Wal von der Seebrücke Bad Wendorf aus sehen zu können.Damit ist der Buckelwal noch einmal deutlich von der Route abgewichen, die er zurücklegen muss, um in die Nordsee zu gelangen. Die Wismarer Bucht liegt östlich von Boltenhagen, wo das Tier am späten Freitagnachmittag zuletzt gesichtet worden war.
Der Wal auf der Sandbank in der Wismarer BuchtFoto: News5In der Wismarer Bucht: Der Wal hängt schon wieder fest
Quelle: News528.03.2026
Das Kreuz markiert die Stelle, an der der Wal in der Wismarer Bucht liegtFoto: BILD InfografikGreenpeace und Polizei eilen zum WalGreenpeace und Polizei zum gestrandeten Wal geeilt. Daniela von Schaper, Meeresexpertin bei Greenpeace: „Unsere Experten sind auf Booten am Wal. Wir können bestätigen, dass er gestrandet ist. Er atmet.“ Ob das Tier bei seiner erneuten Strandung Verletzungen erlitten hat, muss nun geklärt werden.Es soll offenbar versucht werden, ihn erneut zu befreien. Doch hat das alles überhaupt einen Sinn? Polizeioberkommissar Holger Kraus von der Wasserschutzpolizei in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) fürchtet: nein. „Während meiner Dienstjahre hatte ich mit zwei oder drei Walen dieser Größenordnung zu tun, die sich zu uns verirrt hatten. Überlebt hat leider keiner.“ Seit 30 Jahren schiebt Kraus Dienst auf der Ostsee. Diesen Samstag sitzt er in der Wache, schickte am Morgen seine Kollegen raus: „Man weiß nie. Vielleicht klappt es ja diesmal“, sagt er zu BILD.Zwei Boote durchkämmen die OstseeSeit dem Morgen suchten zwei Boote der Wasserschutzpolizei, die „Uecker“ und die „Walfisch“, die östlichen Strände vonSchleswig-Holsteinund die Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern nach demTierab.
Der Buckelwal war am Montag in der Lübecker Bucht vor Timmendorfer Strand auf einer Sandbank entdeckt worden. Retter hatten ihm daraufhin tagelang eine Rinne gegraben. In der Nacht zu Freitag hatte sich das Tier in diese befreien können. Seither irrte es durch dieOstsee.Zickzack-Kurs in UfernäheDer Wal schwamm zunächst Richtung Osten, später im Zickzack zwischen Travemünde und Boltenhagen. Dabei blieb er immer in Ufernähe und an gefährlichen Sandbänken. Am Abend entschieden die Suchmannschaften, abzubrechen. Man wolle dem Wal ein wenig Ruhe gönnen und am Samstag einen neuen Versuch starten, den Meeressäuger Richtung Nordsee und schließlich bis in den Atlantik zu lotsen.




