SCHOCK-NACHRICHT: Fabians Vater flirtet im Gerichtssaal mit Mordverdächtiger

Im Mordprozess um den Tod des kleinen Fabians aus Güstrow ist vor dem Landgericht Rostock erneut der Vater als Zeuge gehört worden. Er hält die Angeklagte, seine langjährige Lebensgefährtin, für unschuldig.

von Andreas Frost

Im Mordprozess im Fall des getöteten Fabians aus Güstrow hat der Vater des Kindes deutlich bekannt, dass er die Angeklagte Gina H. nicht für die Täterin hält. “Ich glaube an ihre Unschuld“, solange ihm keine Beweise vorgelegt würden, sagte der 35-Jährige am Dienstag vor dem Landgericht Rostock. Er stehe “offen und ehrlich hinter ihr“. Vom Vorsitzenden Richter dazu gefragt, sagte er, dass er und Gina H. wieder ein Paar seien, das habe sich durch seine Besuche bei ihr in der Untersuchungshaft ergeben.

Anfangs hatte Vater die Angeklagte im Verdacht

Im Oktober vergangenen Jahres hatte er noch einen distanzierteren Blick auf die Rolle der Angeklagten. Mehr als einmal äußerte er den Verdacht, dass sie etwas mit dem Verschwinden und dem Tod seines achtjährigen Sohnes zu tun haben könnte. Er würde Gina H. “alles zutrauen”, rief er einer Polizistin zu, die vor dem Wohnhaus von Gina H. am Abend nach dem Fund des Jungen eingesetzt war. Nun sagte der Vater vor Gericht: “Ich war damals durch den Wind und außerdem angetrunken.” Einmal fragte er sie in einem Chat direkt: “Hast du was damit zu tun?” Sie antwortete: “Spinnst du?”

Angeklagte meldete den Fund

Fabians Vater hatte sich im August 2025 nach vier Jahren Beziehung von der 30-jährigen Angeklagten getrennt. Am 14. Oktober wurde Fabians Leiche bei Klein Upahl entdeckt, nachdem er vier Tage vorher aus der Wohnung der Mutter verschwunden war. Den Fund meldete damals Gina H., sie wurde Anfang November verhaftet. Nun wirft ihr die Staatsanwaltschaft heimtückischen Mord vor. Als Motiv vermutet die Anklage, dass Gina H. glaubte, das Kind stünde einer Wiederbelebung ihrer Beziehung zu Fabians Vater im Weg.

Am dritten Prozesstag wird ausschließlich Fabians Vater befragt. Und er macht deutlich, dass er zur Angeklagten hält.

Internetsuche nach Wildschweinen

Fabians Vater hat sich inzwischen mit Gina H. ausgesprochen. Dennoch hat er sie offenbar nach manchen Dingen rund um den Tod seines Kindes nicht gefragt, wie sich der Vorsitzende Richter immer wieder wunderte. So suchte sie im Internet unter dem Stichwort “vermisst”, obwohl sie eigentlich noch nicht wissen konnte, dass Fabian verschwunden war. Auch zu ihrer Internetsuche, ob Wildschweine Leichen fressen, konnte Fabians Vater trotz der vielen Besuche in der U-Haft nichts sagen. Zudem teilte Gina H. mit einem Bekannten ihr Wissen um den Tümpel, an dem Fabian lag, schon bevor sie zur Polizei ging. Den bangenden Vater informierte sie nicht. Fabians Vater nahm die Angeklagte in Schutz, dieser Bekannte habe Gina H. bedroht.

Nach der Trennung weiter Probleme gewälzt

Nach der Trennung im August 2025 blieben Gina H. und Fabians Vater in Kontakt, wie zahlreiche im Gericht veröffentlichte Chat- und Sprachnachrichten zeigten. Zwar versicherten sie einander ihre gegenseitige Liebe, aber im Alltagsleben war es laut Fabians Vater nicht rund gelaufen. Demnach machte sie ihm viele Vorwürfe, obwohl er so viel arbeitete, damit “du deine Rechnungen zahlen kannst”.

Am zweiten Prozesstag wurden die Mutter und der Vater von Fabian befragt – sieben Stunden lang.

Funkstille vor Fabians Verschwinden

Sie stritten sich seiner Meinung nach wegen vieler Kleinigkeiten. Er fühlte sich, so war es den Chats zu entnehmen, manchmal als “Butler”, beklagte keine Zeit für sein Hobby und seine Familie zu haben. Fabian war, wenn überhaupt, nur eines von vielen Problemen, das die beiden miteinander hatten. Irgendwann betonte Gina H., wenn sie jemals wieder einen Freund habe, dürfe der keinesfalls ein Kind mitbringen. Fabians Vater machte ihr hingegen klar, dass er den Kontakt zu Fabian nicht aufgeben wollte. Trotz der deutlichen Differenzen kamen Gina H. und Fabians Vater Anfang Oktober 2025 noch einmal zusammen – für zwei eher unbeschwerte Tage, dann machten sie sich wieder gegenseitig Vorwürfe. Am Abend bevor Fabian aus der Wohnung seiner Mutter verschwand, herrschte Funkstille zwischen dem Vater und Gina H. Er hatte den Eindruck, sie habe den Chatverkehr mit ihm blockiert.

Trauerrede mit Hilfe Künstlicher Intelligenz

Inzwischen verstehen sich die beiden offenbar wieder recht gut. Fabians Vater lobte die einfühlsame Trauerrede für Fabian, die Gina H. entworfen hatte. Der Vorsitzende Richter wies darauf hin, der Text sei mit einer Künstlichen Intelligenz erstellt worden. Der Prozess wird am 13. Mai fortgesetzt.

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