🚨 EILMELDUNG: Mordfall Fabian (†8) – Gericht unter Schock: „Helfen Sie doch!“ – Richter richtet eindringlichen Appell an Fabians Vater – „Helfen Sie doch! Ich flehe Sie fast an“ – neue Details zur Beziehung erschüttern den Prozess….Details unten 👇👇👇

Im Mordprozess um den kleinen Fabian (8) hat der dritte Prozesstag begonnen. Die Angeklagte, Gina H. (30), verdeckt ihr Gesicht

Foto: Peter Müller/BILD

Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) – Am dritten Verhandlungstag im Mordprozess um den Tod des achtjährigen Fabian aus Güstrow soll am Dienstag die Befragung des Vaters Matthias R. fortgesetzt werden. Der 35-Jährige hatte mit der Angeklagten, Gina H. (30), eine Beziehung. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft steht das mutmaßliche Tatmotiv im Zusammenhang mit Problemen in dieser Beziehung.

Doch Fabians Vater antwortet oft ausweichend, nimmt Gina H. immer wieder in Schutz. Der Richter Holger Schütt wird im Verlauf der Verhandlung zunehmend verzweifelt, richtet dann einen dringenden Appell an Matthias R.: „Helfen Sie doch! Helfen Sie doch einfach! Ich flehe Sie fast an. Das ist Ihr Sohn, nicht meiner.“

Am 30. April, dem zweiten Prozesstag, hatten Fabians Eltern Dorina L. (31) und Matthias R. (35) stundenlang ausgesagt. Der Vater sorgte dabei für Fassungslosigkeit: Er beschrieb die Angeklagte Gina H. als liebevoll, die Beziehung sei „immer schön“ gewesen. Von Manipulation will er heute nichts mehr wissen. Auch frühere Schilderungen zu Kontrolle und Eifersucht klingen plötzlich abgeschwächt.

Als es um einen gewalttätigen Streit innerhalb der Beziehung ging, machte R. sogar einen geschmacklosen Witz. Der Richter fragte ihn: „Gab es andere Tätlichkeiten als die eine Situation?“ Die Antwort von R.: „Nein. Nur im Schlafzimmer – falls Sie verstehen, was ich meine.“ Der Richter: „Nein, ich verstehe nicht. Ich glaube, die Situation ist auch nicht zum Spaßen ausgelegt. Es geht darum, was mit Fabian passiert ist.“

Die Angeklagte Gina H. hat laut ihren Anwälten bislang nicht vor, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt die Deutsche, den Jungen im Oktober des vergangenen Jahres mit einem Messer getötet zu haben.

Wie der Dienstag vor Gericht abläuft, können Sie im Live-Ticker nachlesen

  • Der Fall, der Deutschland erschüttert

    Der Mord an Fabian (8) bewegt viele Menschen. Wie der Junge verschwand, gesucht und schließlich tot aufgefunden wurde, hat BILD ausführlich rekonstruiert. Alle Hintergründe zum Fall lesen Sie hier.

    Foto: Privat; Schwarck Media
  • Prozesstag beendet

    Richter Schütt beendet den dritten Tag der Verhandlung. Als nächster Termin wurde Mittwoch, der 13. Mai, 11 Uhr festgelegt. Nach dem Prozess sagt Anwalt Löcker noch über die Beziehung der Angeklagten zu Matthias R.: „Die Liebe ist unverändert riesig.“

  • Frühere Aussage: Angeklagter alles zuzutrauen

    Oberstaatsanwalt Nowack liest jetzt die Aussage einer Polizistin vor. Demnach tauchte Fabians Vater am 14. Oktober vor der Tür von Gina H. auf. In der Gesprächsnotiz heißt es, er habe gesagt, dass er seiner Ex-Freundin alles zutrauen würde, dass Gina H. von Eifersucht getrieben sei und die Trennung von ihm nicht verkraften würde. Im Gericht sagt Matthias R. jetzt: „An so ein Gespräch kann ich mich nicht erinnern.“

  • Fabian angeblich mit Bauchschmerzen zu Hause

    Am Abend des Tages, an dem Fabian verschwand, schickte Gina H. eine Sprachnachricht an einen Bekannten. Darin sagt sie, dass der Junge den ganzen Tag mit Bauchschmerzen allein zu Hause war.

  • War sie doch in Geldnot?

    Oberstaatsanwalt Harald Nowack liest eine Nachricht von August vor, in der Gina H. an eine Frau schreibt, sie habe Schulden bei ihr und ohne Matthias R. gar nichts mehr. Das steht in deutlichem Kontrast zu dem, was der Anwalt der Angeklagten rund eine halbe Stunde zuvor darstellen wollte.

  • Gina H. ließ Trauerrede von KI schreiben

    Der Richter liest jetzt den Austausch der Angeklagten mit ChatGPT vom 27. Oktober vor. Er beginnt mit der Frage „Kannst du mir eine kleine Trauerrede schreiben für die Beerdigung meines Kindes?“ Als die KI nach Details fragt, schreibt Gina H.: „Mein Kind hieß Fabian, 8 Jahre alt, und wurde auf schreckliche Weise aus dem Leben gerissen. Er war ein fröhliches, lustiges Kind. Auch wenn er nicht immer einfach war und sehr frech und einem das Leben nicht immer einfach gemacht hat, habe ich ihn trotzdem über alles geliebt. Ich war stolz, so einen Sohn zu haben. Und ich bin dankbar für jeden Moment, den ich mit ihm verbringen durfte.“

  • Angeklagte offenbar eifersüchtig

    Der Richter ergreift jetzt wieder das Wort, ruft mehrere Nachrichten vom 13. Oktober auf. Um 23.47 Uhr, kurz nach ihrer angeblichen Entdeckung der Leiche, schrieb H. an ihren Jagd-Freund Christian D.: „Ich komm damit nicht klar.“

    Zwei Minuten später schickte sie eine Sprachnachricht an Matthias R., die auf Eifersucht hindeutet: „Permanent schreibst du mit irgendwelchen Frauen, Weibern.“ Damit meinte sie aber nicht Fabians Mutter Dorina. „Die ist in der jetzigen Situation ganz normal“, sagt sie weiter.

  • Anwalt stellt Motiv-Frage

    Anwalt Löcker will von Fabians Vater wissen, was das Motiv von Gina H. gewesen sein könnte. Matthias R. antwortet: „Keine Ahnung. Dafür kenne ich diese Frau zu lange. Sie hat dafür kein Motiv und so was könnte sie gar nicht bewerkstelligen.“

  • Angeklagte schrieb Rede für Beerdigung

    Matthias R. sagt aus, dass nicht er selbst die Rede für Fabians Beerdigung geschrieben hatte, sondern die Angeklagte. Gina H. beschrieb Fabian darin als „frech und fröhlich“ und als Kind mit „eigenem Kopf“.

  • Google-Suche kommt wieder zur Sprache

    Jetzt geht es noch mal um die Suchanfragen bei Google. Wie der Verteidiger Thomas Löcker es darstellt, habe Gina H. nach den Polizeimeldungen gesucht, weil ihr Opa von einem Unfall in der Region gehört hatte und sie darum bat. Weil mehrfach keine konkreten Fragen an Fabians Vater gestellt wurden, schaltet sich der Richter ein und bittet, derartige Suggestivfragen zu unterlassen.

    • Vater: fast keine Lust auf Fabians Beerdigung gehabt

      Matthias R. gibt an, er habe fast keine Lust mehr gehabt, an Fabians Beerdigung teilzunehmen, weil die Freundin der Mutter, Raffaela J., dabei sein sollte. Nach dem Fund von Fabians Leiche hatte sich J. mehrfach öffentlich zu möglichen Hintergründen der Tat geäußert.

    • Verteidigung befragt Fabians Vater

      Nach einer 15-minütigen Pause stellt die Verteidigung von Gina H. Fragen an Matthias R. Sie drehen sich zunächst darum, wer wie viel Geld in die gemeinsame Beziehung einbrachte, etwa für Miete und Lebensmittel. Offenbar soll dadurch dargestellt werden, dass Gina H. finanziell unabhängig gewesen ist.

    • Anwältin verliest eine erschütternde Aussage

      Die Anwältin verliest, was Gina H. gegenüber einer Mitarbeiterin des Jugendamts gesagt haben soll. Demnach würde sie die Aufregung um Fabian nicht verstehen. Auch nicht, warum ein großer Trauergottesdienst veranstaltet wird. Es würden doch täglich Kinder verschwinden und sterben. Jetzt sagt auch Matthias R., dass er diese Aussage „erschütternd“ findet.

    • Fabians Vater schickt Sohn der Angeklagten Geschenke

      Christine Habetha, die Anwältin von Fabians Mutter, befragt jetzt Matthias R. zu dessen Beziehungen zur Familie der Angeklagten. Er erwidert, dass er sich um die Großeltern der Angeklagten kümmern und Geschenke an deren Sohn, der in einer Pflegefamilie ist, schicken würde.

    • Ermittlungen gegen Vater angedroht

      Der Oberstaatsanwalt erkundigt sich nach Fabians Verhältnis zu Leo, dem Hund der angeklagten Gina H. Kurz darauf wird der Anwalt wieder sehr offensiv: „Herr R., bisher haben wir immer noch die Frage: Ist das vorsätzlich oder ist das nicht vorsätzlich, was bei Ihnen hier so eigenartig rüberkommt? Wenn das vorsätzlich ist, müssen wir Ermittlungen einleiten.“

       

    • Vater und Angeklagte werfen sich Blicke zu

      Nowack nimmt Fabians Vater weiter auseinander, fragt: „Sie waren der Auffassung, dass Sie manipuliert wurden. Sind Sie dieser Ansicht jetzt nicht mehr?“ Matthias R. antwortet mit einem schlichten „Nein.“ Kurz darauf werfen sich er und die Angeklagte im Saal Blicke zu.

    • Fabians Vater besuchte Angeklagte alle zwei Wochen

      Oberstaatsanwalt Nowack will von Fabians Vater wissen, wie oft er die Angeklagte in der JVA besucht hat. R. antwortet, dass dies alle zwei Wochen geschah. Am Grab seines Sohnes sei er einmal pro Woche.

    • „Haben Sie Angst davor, die Wahrheit zu erfahren?“

      Oberstaatsanwalt Harald Nowack weist Matthias R. darauf hin: R. habe das Angebot erhalten, als Nebenkläger aufzutreten und sich einen Anwalt zu nehmen, dem R. vertraue und den er nicht bezahlen müsse. Er fragt: „Haben Sie Angst davor, die Wahrheit zu erfahren? Haben Sie Angst davor, die Beweise zu finden, die Sie die ganze Zeit abfragen?“

      Dann fragt Nowack: „Wie lange schützt man denn sein Kind? Bis in den Tod oder auch darüber hinaus?“ R. antwortet: „Auch darüber hinaus. Aber wovor soll ich ihn jetzt schützen?“

      Oberstaatsanwalt Harald Nowack befragt Fabians Vater

      Oberstaatsanwalt Harald Nowack befragt Fabians Vater

      Foto: Bernd Wüstneck/dpa
    • Fabians Vater und Gina H. sind ein Paar

      Jetzt erkundigt sich der Richter, in welcher Beziehung Fabians Vater mit der Angeklagten steht. Er antwortet: „Gute Frage. Aber ich sag … wir sind ein Paar.“ Auf die Rückfrage, seit wann das so ist, antwortet Matthias R., dies habe im Dezember oder Januar im Gefängnis begonnen. „Ich stehe offen und ehrlich hinter ihr.“

      Dorina L. kämpft derweil sichtlich mit den Tränen, sie schluckt immer wieder. Aber sie hält weiter tapfer durch.

    • Richter erkundigt sich nach Alibi

      Der Richter fragt Fabians Vater: „Wenn ich Sie richtig verstanden habe, haben Sie ein Alibi für die Tat? Sie haben mit Fabians Tod nichts zu tun, richtig?“ Matthias R. antwortet: „Richtig. Ich hab ein festes Alibi.“

      • Fabians Vater will Schuld auf eine andere schieben

        Matthias R. behauptet, Raffaela, die Freundin von Dorina L., könne möglicherweise ein Interesse daran haben, Gina H. Schaden zuzufügen. „Wie kann das sein, dass diese Frau über jedes kleine Detail immer Bescheid wusste?“, sagt Matthias R. – und der Richter fragt: „Kannte Raffaela Gina?“, Antwort: „Nein.“

      • Richter fleht Fabians Vater an

        Richter Holger Schütt sieht es für gegeben an, zu Matthias R. zu sagen: „Helfen Sie doch! Helfen Sie doch einfach! Ich flehe Sie fast an. Das ist Ihr Sohn, nicht meiner.“

        Richter Holger Schütt wirkt im Verlauf der Verhandlung zunehmend verzweifelt

        Richter Holger Schütt wirkt im Verlauf der Verhandlung zunehmend verzweifelt

        Foto: Peter Müller/BILD
      • Gina H. googelte „fressen Wildschweine toten Menschen“

        Jetzt zeigt das Gericht die Google-Suchen der Angeklagten. Demnach googelte sie am 10. Oktober, dem Tag von Fabians Verschwinden, bereits um 15.11 Uhr „Polizei“, um 18.14 Uhr „Polizei Infos aktuell“ und um 19.22 Uhr „Vermisste Person Güstrow“. Am 11. Oktober suchte sie dann um 07.01 Uhr: „fressen Wildschweine Menschen“ und um 07.02 Uhr: „fressen Wildschweine toten Menschen“. Bei einem Besuch von Matthias R. in der JVA am 29. November fragt Gina H. ihn, ob er nach den Wildschweinen gegoogelt hätte. Dann behauptet sie, es habe wohl jemand ihr Handy gehackt.

      • Fabians Leiche für Gummipuppe gehalten?

        Matthias R. berichtet, was Gina H. ihm von einem Tag kurz vor dem Fund von Fabians Leiche erzählte. Es sei die Idee eines Freunds gewesen, mit ihr jagen zu gehen. Der Freund habe von einem Hochsitz aus dann einen Körper am Tümpel gesehen, aber behauptet, das sei eine Gummipuppe. In einer Sprachnachricht an diesen Freund schlug Gina H. jedoch selbst vor, an eben dieser Stelle bei Klein Upahl nach Fabian zu suchen, obwohl dies eher abwegig sei.

        Bei diesen Aussagen kämpft Fabians Mutter mit den Tränen.

         

      • Matthias R. glaubt an Gina H.s Unschuld

        Matthias R. bekräftigt: „Solange keine handfesten Beweise auf dem Tisch liegen, glaube ich an die Unschuld von Frau H.“ Richter: „Was wären denn handfeste Beweise?“ Seine Antwort: „Fingerabdrücke, Reifenspuren, Blutspuren.“ Richter: „Fußspuren auch?“ Matthias R.: „Ja. Also, kommt drauf an. Wenn sie ihn da gefunden hat …“

      • Warum sagte Gina H. nicht, dass sie im Wald war?

        Jetzt geht es um die regelmäßigen Besuche des Vaters bei Gina H. in der JVA. Am 11. Dezember sagte sie bei einem Treffen, dass ihr jetzt vorgehalten würde, dass sie unterschiedliche Angaben über den Freitag gemacht hat. Gina H. war etwa eineinhalb Stunden allein mit ihrem Hund Leo im Wald, sagte aber zu Matthias R., sie sei den ganzen Tag mit Olaf zusammen gewesen. Nach kurzem weiterem Gespräch antwortet Matthias R.: „Ich glaub dir. Ich glaub dir das.“

      • Faserspuren und ihre zeitliche Einordnung

        Laut Richter wurden Fasern von einem grauen Pullover am Rücksitz hinter dem Beifahrersitz gefunden. Bemerkenswert: der Pullover wurde erst am 2. September gekauft – also nachdem der letzte Kontakt von Fabian mit Gina H. stattgefunden haben soll. „Am Bündchen von Fabians Pullover wurde auch eine Faser gefunden. Die von einer Reiterhose“, so der Richter weiter.

      • Richter fragt nach Blut an einer Küchenrolle

        Der Richter fragt Matthias R, ob Gina H. ihm erzählt hat, dass Faserspuren und eine Küchenrolle mit Blut in ihrem Wagen gefunden wurden. Er antwortet: „Ja, das kann sein. Wir waren in der ersten oder zweiten Augustwoche am See, da ist Fabian auf etwas Spitzes getreten im Wasser.“

      • Foto auf Handy wirft Fragen auf

        Das Gericht zeigt ein Foto, das auf Gina H.s Handy gefunden wurde. Es wurde am 10. Oktober um 11.19 Uhr aufgenommen und zeigt einen Waldweg und ihren Hund Leo. „Die Polizei hat den Revierförster gefragt, wo das sein könnte“, so Richter Schütt. Die Ermittler haben dann rekonstruiert, wo das Bild entstanden ist: in einem Waldgebiet bei Lohmen, 1600 Meter Luftlinie von Tümpel entfernt, an dem Fabian tot aufgefunden wurde.

      • So erklärte Gina H. ihre Fahrt nach Güstrow

        Gegenüber Matthias R. hatte Gina H. laut seiner Aussage angegeben, dass morgens der Hufschmied bei ihr zu Hause gewesen wäre und sie dann nach Güstrow gefahren sei, weil sie für Oma und Opa Bankgeschäfte erledigen müsse. Als sie dort ankam, sei ihr aufgefallen, dass sie die Bankkarten zu Hause vergessen habe. Deshalb wäre sie noch mal zurückgefahren.

        • Video zeigt Auto von Gina H.

          Im Saal wird jetzt ein Video der Überwachungskamera eines Elektroladens vorgespielt. Das Geschäft ist in der Straße, an der sich auch die Wohnung von Dorina L. und Fabian befindet. Die Kamera zeichnet den unteren Teil der Autos auf. Das Video zeigt, wie Gina H.s orangefarbener Ford Ranger nach Güstrow hineinfährt in Richtung der Wohnung – und nach neun Minuten den Ort wieder verlässt.

        • Befragung wird fortgesetzt

          Nach der Pause wird die Befragung fortgesetzt. Die Angeklagte kommt wieder rein.

        • 45 Minuten Pause!

          Jetzt sind 45 Minuten Pause.

        • Die Angeklagte googelte nach Vermisstenanzeigen

          Laut dem Richter hat Gina H. schon nach Vermisstenanzeigen gegoogelt, bevor Matthias R. ihr mitgeteilt hatte, dass Fabian verschwunden ist.

        • Auffällige Reaktion auf Chat-Nachricht

          In einer Sprachnachricht um 18.27 Uhr spricht Matthias R. gegenüber Gina H. zum ersten Mal davon, gerade andere Sorgen zu haben. Daraufhin fragt Gina H. sieben Mal nach, was los ist. Erst um 20.17 Uhr teilt Matthias R. ihr mit, dass Fabian verschwunden ist.

        • Angeklagte schrieb, sie würde ihr „Auto sauber machen“

          Um 16.47 Uhr fragt Gina H. Matthias R. per Chatnachricht: „Na, was machst du?“. Er antwortet: „Nachdenken und überlegen. Und du?“ Gina H. antwortet in einer Sprachnachricht: „Auto ein bisschen sauber machen, weil das ist ganz schön mistig, weil das habe ich die ganzen Monate nicht gemacht. Ich wäre gerne bei dir.“

        • Der Chat am Tag von Fabians Verschwinden

          Am Tag von Fabians Verschwinden schickt Gina H. um 12.46 Uhr eine Sprachnachricht an Matthias R.: „Ja, ich hatte dich gestern überall blockiert, weil ich einfach so maßlos enttäuscht war.“ Um 12.49 Uhr telefonieren Matthias R. und Gina H. für 6 Minuten 54. Worum es in dem Gespräch ging, will Matthias R. heute nicht mehr wissen. Danach schickt er ihr eine Sprachnachricht, in der er sagt, dass er sich immer für sie verändern musste. Um 13.39 Uhr schickt Gina H. wieder eine Nachricht: „Ich will das alles nicht akzeptieren. Ich will uns hinbekommen“. Um 13.41 Uhr folgt: „Ich liebe dich dafür zu sehr.“

          Fabian verstarb laut den Ermittlungen zwischen 10.50 Uhr und 13 Uhr.

          Die Angeklagte, Gina H., bedeckt am dritten Prozesstag immer wieder ihr Gesicht mit einer Mappe

          Die Angeklagte, Gina H., bedeckt am dritten Prozesstag immer wieder ihr Gesicht mit einer Mappe

          Foto: Bernd Wüstneck/dpa
        • Vater schildert seinen Tagesablauf, als Fabian verschwand

          Als Nächstes geht es um den Tag von Fabians Verschwinden. Matthias R. schildert detailliert seinen Tagesablauf. Er sei gegen 6 Uhr aufgestanden und habe einen Arbeitskollegen abgeholt. Gegen 10 Uhr habe er die Arbeit verlassen, um zu einer Autowerkstatt zu fahren. Um 11.02 Uhr oder 11.05 Uhr habe er sich mit dem Förster im Wald bei Groß Breesen getroffen, weil der ihm mitteilen wollte, wo er Holz machen kann. Um 11.58 Uhr sei er jedoch wieder bei der Arbeit gewesen. Um 16 Uhr habe er Feierabend gemacht und noch im Keller eines Kollegen ein Bier getrunken und geraucht. Um 16.53 Uhr habe er dann einen verpassten Anruf von Dorina L. gehabt. Sie hatte ihn fragen wollen, ob er Fabian abgeholt hat.

        • Funkstille nach „Mach’s gut“

          Am 9. Oktober um 19.53 Uhr schickt Matthias R. Gina H. eine Sprachnachricht, in der es wieder darum geht, dass er Groß Breesen, seine Familie und Fabian aufgeben soll. Auch wegen Matthias R.s Alkoholkonsum hatte es wieder Streit gegeben. Gina H. schickt ihm noch eine Sprachnachricht, endet mit: „Mach’s gut.“ Danach schreibt sie ihm nicht mehr. Matthias R. vermutet, dass sie ihn blockiert hat.

        • Gespräch über gemeinsame Zukunft eskalierte

          Gina H. habe Matthias R. an dem Abend aus ihrer Wohnung geworfen. Er habe wohl Fragen nach der Zukunft stellen wollen und wie die Beziehung mit den Kindern und Fabian funktionieren soll. Daraufhin habe sie gesagt: „Besser ist, wenn du jetzt gehst.“

          • Der Fall, der Deutschland erschüttert

            Der Mord an Fabian (8) bewegt viele Menschen. Wie der Junge verschwand, gesucht und schließlich tot aufgefunden wurde, hat BILD ausführlich rekonstruiert. Alle Hintergründe zum Fall lesen Sie hier.

            Foto: Privat; Schwarck Media
          • Prozesstag beendet

            Richter Schütt beendet den dritten Tag der Verhandlung. Als nächster Termin wurde Mittwoch, der 13. Mai, 11 Uhr festgelegt. Nach dem Prozess sagt Anwalt Löcker noch über die Beziehung der Angeklagten zu Matthias R.: „Die Liebe ist unverändert riesig.“

          • Frühere Aussage: Angeklagter alles zuzutrauen

            Oberstaatsanwalt Nowack liest jetzt die Aussage einer Polizistin vor. Demnach tauchte Fabians Vater am 14. Oktober vor der Tür von Gina H. auf. In der Gesprächsnotiz heißt es, er habe gesagt, dass er seiner Ex-Freundin alles zutrauen würde, dass Gina H. von Eifersucht getrieben sei und die Trennung von ihm nicht verkraften würde. Im Gericht sagt Matthias R. jetzt: „An so ein Gespräch kann ich mich nicht erinnern.“

          • Fabian angeblich mit Bauchschmerzen zu Hause

            Am Abend des Tages, an dem Fabian verschwand, schickte Gina H. eine Sprachnachricht an einen Bekannten. Darin sagt sie, dass der Junge den ganzen Tag mit Bauchschmerzen allein zu Hause war.

          • War sie doch in Geldnot?

            Oberstaatsanwalt Harald Nowack liest eine Nachricht von August vor, in der Gina H. an eine Frau schreibt, sie habe Schulden bei ihr und ohne Matthias R. gar nichts mehr. Das steht in deutlichem Kontrast zu dem, was der Anwalt der Angeklagten rund eine halbe Stunde zuvor darstellen wollte.

          • Gina H. ließ Trauerrede von KI schreiben

            Der Richter liest jetzt den Austausch der Angeklagten mit ChatGPT vom 27. Oktober vor. Er beginnt mit der Frage „Kannst du mir eine kleine Trauerrede schreiben für die Beerdigung meines Kindes?“ Als die KI nach Details fragt, schreibt Gina H.: „Mein Kind hieß Fabian, 8 Jahre alt, und wurde auf schreckliche Weise aus dem Leben gerissen. Er war ein fröhliches, lustiges Kind. Auch wenn er nicht immer einfach war und sehr frech und einem das Leben nicht immer einfach gemacht hat, habe ich ihn trotzdem über alles geliebt. Ich war stolz, so einen Sohn zu haben. Und ich bin dankbar für jeden Moment, den ich mit ihm verbringen durfte.“

          • Angeklagte offenbar eifersüchtig

            Der Richter ergreift jetzt wieder das Wort, ruft mehrere Nachrichten vom 13. Oktober auf. Um 23.47 Uhr, kurz nach ihrer angeblichen Entdeckung der Leiche, schrieb H. an ihren Jagd-Freund Christian D.: „Ich komm damit nicht klar.“

            Zwei Minuten später schickte sie eine Sprachnachricht an Matthias R., die auf Eifersucht hindeutet: „Permanent schreibst du mit irgendwelchen Frauen, Weibern.“ Damit meinte sie aber nicht Fabians Mutter Dorina. „Die ist in der jetzigen Situation ganz normal“, sagt sie weiter.

          • Anwalt stellt Motiv-Frage

            Anwalt Löcker will von Fabians Vater wissen, was das Motiv von Gina H. gewesen sein könnte. Matthias R. antwortet: „Keine Ahnung. Dafür kenne ich diese Frau zu lange. Sie hat dafür kein Motiv und so was könnte sie gar nicht bewerkstelligen.“

          • Angeklagte schrieb Rede für Beerdigung

            Matthias R. sagt aus, dass nicht er selbst die Rede für Fabians Beerdigung geschrieben hatte, sondern die Angeklagte. Gina H. beschrieb Fabian darin als „frech und fröhlich“ und als Kind mit „eigenem Kopf“.

          • Google-Suche kommt wieder zur Sprache

            Jetzt geht es noch mal um die Suchanfragen bei Google. Wie der Verteidiger Thomas Löcker es darstellt, habe Gina H. nach den Polizeimeldungen gesucht, weil ihr Opa von einem Unfall in der Region gehört hatte und sie darum bat. Weil mehrfach keine konkreten Fragen an Fabians Vater gestellt wurden, schaltet sich der Richter ein und bittet, derartige Suggestivfragen zu unterlassen.

             

          • Vater: fast keine Lust auf Fabians Beerdigung gehabt

            Matthias R. gibt an, er habe fast keine Lust mehr gehabt, an Fabians Beerdigung teilzunehmen, weil die Freundin der Mutter, Raffaela J., dabei sein sollte. Nach dem Fund von Fabians Leiche hatte sich J. mehrfach öffentlich zu möglichen Hintergründen der Tat geäußert.

          • Verteidigung befragt Fabians Vater

            Nach einer 15-minütigen Pause stellt die Verteidigung von Gina H. Fragen an Matthias R. Sie drehen sich zunächst darum, wer wie viel Geld in die gemeinsame Beziehung einbrachte, etwa für Miete und Lebensmittel. Offenbar soll dadurch dargestellt werden, dass Gina H. finanziell unabhängig gewesen ist.

          • Anwältin verliest eine erschütternde Aussage

            Die Anwältin verliest, was Gina H. gegenüber einer Mitarbeiterin des Jugendamts gesagt haben soll. Demnach würde sie die Aufregung um Fabian nicht verstehen. Auch nicht, warum ein großer Trauergottesdienst veranstaltet wird. Es würden doch täglich Kinder verschwinden und sterben. Jetzt sagt auch Matthias R., dass er diese Aussage „erschütternd“ findet.

          • Fabians Vater schickt Sohn der Angeklagten Geschenke

            Christine Habetha, die Anwältin von Fabians Mutter, befragt jetzt Matthias R. zu dessen Beziehungen zur Familie der Angeklagten. Er erwidert, dass er sich um die Großeltern der Angeklagten kümmern und Geschenke an deren Sohn, der in einer Pflegefamilie ist, schicken würde.

          • Ermittlungen gegen Vater angedroht

            Der Oberstaatsanwalt erkundigt sich nach Fabians Verhältnis zu Leo, dem Hund der angeklagten Gina H. Kurz darauf wird der Anwalt wieder sehr offensiv: „Herr R., bisher haben wir immer noch die Frage: Ist das vorsätzlich oder ist das nicht vorsätzlich, was bei Ihnen hier so eigenartig rüberkommt? Wenn das vorsätzlich ist, müssen wir Ermittlungen einleiten.“

             

          • Vater und Angeklagte werfen sich Blicke zu

            Nowack nimmt Fabians Vater weiter auseinander, fragt: „Sie waren der Auffassung, dass Sie manipuliert wurden. Sind Sie dieser Ansicht jetzt nicht mehr?“ Matthias R. antwortet mit einem schlichten „Nein.“ Kurz darauf werfen sich er und die Angeklagte im Saal Blicke zu.

          • Fabians Vater besuchte Angeklagte alle zwei Wochen

            Oberstaatsanwalt Nowack will von Fabians Vater wissen, wie oft er die Angeklagte in der JVA besucht hat. R. antwortet, dass dies alle zwei Wochen geschah. Am Grab seines Sohnes sei er einmal pro Woche.

          • „Haben Sie Angst davor, die Wahrheit zu erfahren?“

            Oberstaatsanwalt Harald Nowack weist Matthias R. darauf hin: R. habe das Angebot erhalten, als Nebenkläger aufzutreten und sich einen Anwalt zu nehmen, dem R. vertraue und den er nicht bezahlen müsse. Er fragt: „Haben Sie Angst davor, die Wahrheit zu erfahren? Haben Sie Angst davor, die Beweise zu finden, die Sie die ganze Zeit abfragen?“

            Dann fragt Nowack: „Wie lange schützt man denn sein Kind? Bis in den Tod oder auch darüber hinaus?“ R. antwortet: „Auch darüber hinaus. Aber wovor soll ich ihn jetzt schützen?“

            Oberstaatsanwalt Harald Nowack befragt Fabians Vater

            Oberstaatsanwalt Harald Nowack befragt Fabians Vater

            Foto: Bernd Wüstneck/dpa
          • Fabians Vater und Gina H. sind ein Paar

            Jetzt erkundigt sich der Richter, in welcher Beziehung Fabians Vater mit der Angeklagten steht. Er antwortet: „Gute Frage. Aber ich sag … wir sind ein Paar.“ Auf die Rückfrage, seit wann das so ist, antwortet Matthias R., dies habe im Dezember oder Januar im Gefängnis begonnen. „Ich stehe offen und ehrlich hinter ihr.“

            Dorina L. kämpft derweil sichtlich mit den Tränen, sie schluckt immer wieder. Aber sie hält weiter tapfer durch.

          • Richter erkundigt sich nach Alibi

            Der Richter fragt Fabians Vater: „Wenn ich Sie richtig verstanden habe, haben Sie ein Alibi für die Tat? Sie haben mit Fabians Tod nichts zu tun, richtig?“ Matthias R. antwortet: „Richtig. Ich hab ein festes Alibi.“

          • Fabians Vater will Schuld auf eine andere schieben

            Matthias R. behauptet, Raffaela, die Freundin von Dorina L., könne möglicherweise ein Interesse daran haben, Gina H. Schaden zuzufügen. „Wie kann das sein, dass diese Frau über jedes kleine Detail immer Bescheid wusste?“, sagt Matthias R. – und der Richter fragt: „Kannte Raffaela Gina?“, Antwort: „Nein.“

          • Richter fleht Fabians Vater an

            Richter Holger Schütt sieht es für gegeben an, zu Matthias R. zu sagen: „Helfen Sie doch! Helfen Sie doch einfach! Ich flehe Sie fast an. Das ist Ihr Sohn, nicht meiner.“

            Richter Holger Schütt wirkt im Verlauf der Verhandlung zunehmend verzweifelt

            Richter Holger Schütt wirkt im Verlauf der Verhandlung zunehmend verzweifelt

            Foto: Peter Müller/BILD
          • Gina H. googelte „fressen Wildschweine toten Menschen“

            Jetzt zeigt das Gericht die Google-Suchen der Angeklagten. Demnach googelte sie am 10. Oktober, dem Tag von Fabians Verschwinden, bereits um 15.11 Uhr „Polizei“, um 18.14 Uhr „Polizei Infos aktuell“ und um 19.22 Uhr „Vermisste Person Güstrow“. Am 11. Oktober suchte sie dann um 07.01 Uhr: „fressen Wildschweine Menschen“ und um 07.02 Uhr: „fressen Wildschweine toten Menschen“. Bei einem Besuch von Matthias R. in der JVA am 29. November fragt Gina H. ihn, ob er nach den Wildschweinen gegoogelt hätte. Dann behauptet sie, es habe wohl jemand ihr Handy gehackt.

          • Fabians Leiche für Gummipuppe gehalten?

            Matthias R. berichtet, was Gina H. ihm von einem Tag kurz vor dem Fund von Fabians Leiche erzählte. Es sei die Idee eines Freunds gewesen, mit ihr jagen zu gehen. Der Freund habe von einem Hochsitz aus dann einen Körper am Tümpel gesehen, aber behauptet, das sei eine Gummipuppe. In einer Sprachnachricht an diesen Freund schlug Gina H. jedoch selbst vor, an eben dieser Stelle bei Klein Upahl nach Fabian zu suchen, obwohl dies eher abwegig sei.

            Bei diesen Aussagen kämpft Fabians Mutter mit den Tränen.

             

          • Matthias R. glaubt an Gina H.s Unschuld

            Matthias R. bekräftigt: „Solange keine handfesten Beweise auf dem Tisch liegen, glaube ich an die Unschuld von Frau H.“ Richter: „Was wären denn handfeste Beweise?“ Seine Antwort: „Fingerabdrücke, Reifenspuren, Blutspuren.“ Richter: „Fußspuren auch?“ Matthias R.: „Ja. Also, kommt drauf an. Wenn sie ihn da gefunden hat …“

          • Warum sagte Gina H. nicht, dass sie im Wald war?

            Jetzt geht es um die regelmäßigen Besuche des Vaters bei Gina H. in der JVA. Am 11. Dezember sagte sie bei einem Treffen, dass ihr jetzt vorgehalten würde, dass sie unterschiedliche Angaben über den Freitag gemacht hat. Gina H. war etwa eineinhalb Stunden allein mit ihrem Hund Leo im Wald, sagte aber zu Matthias R., sie sei den ganzen Tag mit Olaf zusammen gewesen. Nach kurzem weiterem Gespräch antwortet Matthias R.: „Ich glaub dir. Ich glaub dir das.“

          • Faserspuren und ihre zeitliche Einordnung

            Laut Richter wurden Fasern von einem grauen Pullover am Rücksitz hinter dem Beifahrersitz gefunden. Bemerkenswert: der Pullover wurde erst am 2. September gekauft – also nachdem der letzte Kontakt von Fabian mit Gina H. stattgefunden haben soll. „Am Bündchen von Fabians Pullover wurde auch eine Faser gefunden. Die von einer Reiterhose“, so der Richter weiter.

          • Richter fragt nach Blut an einer Küchenrolle

            Der Richter fragt Matthias R, ob Gina H. ihm erzählt hat, dass Faserspuren und eine Küchenrolle mit Blut in ihrem Wagen gefunden wurden. Er antwortet: „Ja, das kann sein. Wir waren in der ersten oder zweiten Augustwoche am See, da ist Fabian auf etwas Spitzes getreten im Wasser.“

          • Foto auf Handy wirft Fragen auf

            Das Gericht zeigt ein Foto, das auf Gina H.s Handy gefunden wurde. Es wurde am 10. Oktober um 11.19 Uhr aufgenommen und zeigt einen Waldweg und ihren Hund Leo. „Die Polizei hat den Revierförster gefragt, wo das sein könnte“, so Richter Schütt. Die Ermittler haben dann rekonstruiert, wo das Bild entstanden ist: in einem Waldgebiet bei Lohmen, 1600 Meter Luftlinie von Tümpel entfernt, an dem Fabian tot aufgefunden wurde.

          • So erklärte Gina H. ihre Fahrt nach Güstrow

            Gegenüber Matthias R. hatte Gina H. laut seiner Aussage angegeben, dass morgens der Hufschmied bei ihr zu Hause gewesen wäre und sie dann nach Güstrow gefahren sei, weil sie für Oma und Opa Bankgeschäfte erledigen müsse. Als sie dort ankam, sei ihr aufgefallen, dass sie die Bankkarten zu Hause vergessen habe. Deshalb wäre sie noch mal zurückgefahren.

          • Video zeigt Auto von Gina H.

            Im Saal wird jetzt ein Video der Überwachungskamera eines Elektroladens vorgespielt. Das Geschäft ist in der Straße, an der sich auch die Wohnung von Dorina L. und Fabian befindet. Die Kamera zeichnet den unteren Teil der Autos auf. Das Video zeigt, wie Gina H.s orangefarbener Ford Ranger nach Güstrow hineinfährt in Richtung der Wohnung – und nach neun Minuten den Ort wieder verlässt.

          • Befragung wird fortgesetzt

            Nach der Pause wird die Befragung fortgesetzt. Die Angeklagte kommt wieder rein.

          • 45 Minuten Pause!

            Jetzt sind 45 Minuten Pause.

          • Die Angeklagte googelte nach Vermisstenanzeigen

            Laut dem Richter hat Gina H. schon nach Vermisstenanzeigen gegoogelt, bevor Matthias R. ihr mitgeteilt hatte, dass Fabian verschwunden ist.

          • Auffällige Reaktion auf Chat-Nachricht

            In einer Sprachnachricht um 18.27 Uhr spricht Matthias R. gegenüber Gina H. zum ersten Mal davon, gerade andere Sorgen zu haben. Daraufhin fragt Gina H. sieben Mal nach, was los ist. Erst um 20.17 Uhr teilt Matthias R. ihr mit, dass Fabian verschwunden ist.

          • Angeklagte schrieb, sie würde ihr „Auto sauber machen“

            Um 16.47 Uhr fragt Gina H. Matthias R. per Chatnachricht: „Na, was machst du?“. Er antwortet: „Nachdenken und überlegen. Und du?“ Gina H. antwortet in einer Sprachnachricht: „Auto ein bisschen sauber machen, weil das ist ganz schön mistig, weil das habe ich die ganzen Monate nicht gemacht. Ich wäre gerne bei dir.“

          • Der Chat am Tag von Fabians Verschwinden

            Am Tag von Fabians Verschwinden schickt Gina H. um 12.46 Uhr eine Sprachnachricht an Matthias R.: „Ja, ich hatte dich gestern überall blockiert, weil ich einfach so maßlos enttäuscht war.“ Um 12.49 Uhr telefonieren Matthias R. und Gina H. für 6 Minuten 54. Worum es in dem Gespräch ging, will Matthias R. heute nicht mehr wissen. Danach schickt er ihr eine Sprachnachricht, in der er sagt, dass er sich immer für sie verändern musste. Um 13.39 Uhr schickt Gina H. wieder eine Nachricht: „Ich will das alles nicht akzeptieren. Ich will uns hinbekommen“. Um 13.41 Uhr folgt: „Ich liebe dich dafür zu sehr.“

            Fabian verstarb laut den Ermittlungen zwischen 10.50 Uhr und 13 Uhr.

            Die Angeklagte, Gina H., bedeckt am dritten Prozesstag immer wieder ihr Gesicht mit einer Mappe

            Die Angeklagte, Gina H., bedeckt am dritten Prozesstag immer wieder ihr Gesicht mit einer Mappe

            Foto: Bernd Wüstneck/dpa
          • Vater schildert seinen Tagesablauf, als Fabian verschwand

            Als Nächstes geht es um den Tag von Fabians Verschwinden. Matthias R. schildert detailliert seinen Tagesablauf. Er sei gegen 6 Uhr aufgestanden und habe einen Arbeitskollegen abgeholt. Gegen 10 Uhr habe er die Arbeit verlassen, um zu einer Autowerkstatt zu fahren. Um 11.02 Uhr oder 11.05 Uhr habe er sich mit dem Förster im Wald bei Groß Breesen getroffen, weil der ihm mitteilen wollte, wo er Holz machen kann. Um 11.58 Uhr sei er jedoch wieder bei der Arbeit gewesen. Um 16 Uhr habe er Feierabend gemacht und noch im Keller eines Kollegen ein Bier getrunken und geraucht. Um 16.53 Uhr habe er dann einen verpassten Anruf von Dorina L. gehabt. Sie hatte ihn fragen wollen, ob er Fabian abgeholt hat.

          • Funkstille nach „Mach’s gut“

            Am 9. Oktober um 19.53 Uhr schickt Matthias R. Gina H. eine Sprachnachricht, in der es wieder darum geht, dass er Groß Breesen, seine Familie und Fabian aufgeben soll. Auch wegen Matthias R.s Alkoholkonsum hatte es wieder Streit gegeben. Gina H. schickt ihm noch eine Sprachnachricht, endet mit: „Mach’s gut.“ Danach schreibt sie ihm nicht mehr. Matthias R. vermutet, dass sie ihn blockiert hat.

          • Gespräch über gemeinsame Zukunft eskalierte

            Gina H. habe Matthias R. an dem Abend aus ihrer Wohnung geworfen. Er habe wohl Fragen nach der Zukunft stellen wollen und wie die Beziehung mit den Kindern und Fabian funktionieren soll. Daraufhin habe sie gesagt: „Besser ist, wenn du jetzt gehst.“

          • Fabians Vater kann sich nicht erinnern

            Am Vormittag des 8. Oktober 2025 schreibt Gina H. Matthias R. eine Nachricht, in der sie ankündigt, mit ihm sprechen zu müssen. Am Abend fährt Matthias R. zu Gina H.

            Der Richter fragt, worum es in dem Gespräch ging: „Um was es in diesem Gespräch ging, daran kann ich mich wirklich nicht erinnern.“ Der Richter hakt nach: „Ich dachte, wenn zwei Tage später der eigene Sohn verschwindet, dass man sich vielleicht etwas davon merkt.“ Matthias R. sagt, er könne sich nur noch daran erinnern, dass sie Sex gehabt hätten. „Wäre das irgendwas Schlimmes gewesen, hätte ich das bestimmt abgespeichert“, so Fabians Vater.

          • Weitere Details über Beziehung der Angeklagten

            In der Nacht vom 5. auf den 6. Oktober fuhr Matthias R. zu Gina H. nach Hause. Sie sprachen über ihre Probleme und hatten Sex. Am Abend des 6. Oktobers fuhr Matthias R. noch einmal zu Gina H., sie hatten wieder Sex. Danach ist der Nachrichtenverlauf laut dem Richter unbeschwert, es geht nicht um Beziehungsprobleme.

          • Gina H.: „Ich brauchte nie mehr als meine Pferde und dich“

            In einer Sprachnachricht sagt Gina H.: „Ich brauchte nie mehr als meine Pferde und dich. Und Leo natürlich.“ Leo ist der Hund. Ihren eigenen Sohn und Fabian erwähnt sie nicht.

          • Streit um das Familienleben

            Als Nächstes geht es um den 5. Oktober 2025. Der Richter sagt: „Dieser 5.10 war geprägt von einem sehr sehr intensiven Nachrichtenaustausch.“ Gina H. sagt in einer Sprachnachricht: „Ich will dich als Menschen, ja. Ich möchte mit dir mein Leben führen. Aber ohne diese scheiß Anhängsel. Es war immer mein Traum, einen Hof zu machen, wo wir beide allein leben können. Ich wollte immer mein Leben mit dir. Man muss sich nicht um jeden Hans und Franz kümmern.“

            Matthias R. antwortet in einer Sprachnachricht: „Würdest du alles aufgeben? Stell dir vor, wärst du in meiner Situation. Dein Kind aufgeben?“ Sprachnachricht Gina H.: „Ich habe nicht gesagt, dass du Fabian aufgeben sollst. Aber ganz ehrlich, die Zeit, wo er von dir nichts wissen wollte, war wesentlich entspannter. (…) Es war eine himmlische Ruhe zu Hause. Sorry, wenn ich das so sage, aber das ist so. Auch wenn ich ihn gern mag, das weißt du.“ Sprachnachricht Matthias R.: „Ich wollte das von Anfang an mit Fabian klären und Dorina. Aber du hattest ein Problem damit.“ Es sei okay, wenn Fabian alle zwei Wochenenden da wäre. „Aber alles andere, das will ich nicht.“

          • Gina H. wollte Fabians Vater für sich allein

            Gina H. sagt in einer weiteren Sprachnachricht an Matthias R.: „Halt, stopp. Ich hab niemals gesagt, dass Fabian nicht dazugehört. Eher im Gegenteil.“ Dann schildert sie aber, dass sie nur noch ein glückliches Paar sein könnten, wenn sie zu zweit neu anfangen – irgendwo, wo sie niemand kennt. „Ich habe keinen Bock, dass du andauernd mit deiner Ex schreibst. Auch wenn es angeblich nur um Fabian geht“, sagt sie. „Falls ich irgendwann wieder einen Freund haben sollte, werde ich mir nie wieder einen suchen, der ein Kind hat. Nicht Fabian ist das Problem. Sondern dieser permanente Kontakt mit Ex-Partnern.“

          • Richter hinterfragt Gedankenspiele

            In einer Sprachnachricht spricht Matthias R. mehrfach davon, dass er nur alles aufgeben würde, wenn Gina H. dasselbe tut. Familie, Kinder, Pferde – um irgendwo zu zweit neu anzufangen. Richter Schütt hakt nach: „Ich frage Sie noch mal: Hatte die Angeklagte ein Problem damit, dass Sie Umgang mit Fabian haben?“ Matthias R. verneint das: „Nein, hatte sie nicht.“ „Warum dann diese Gedankenspiele?“, will der Richter wissen. In der Nachricht heißt es weiter: „Du gibst Joey ab, ich gebe Fabian ab.“ Matthias R. darauf: „Gute Frage.“ Der Richter mahnt: „Darauf hätte ich gerne eine gute Antwort.“

          • Gina H.: „Ich hasse deine Familie“

            In einer anderen Nachricht schrieb Gina H. an Matthias R.: „Noch mal zum Thema Groß Breesen. Ich hasse diesen Ort. Ich hasse den Hof. Und mittlerweile hasse ich auch deine Familie (denn sie haben vieles zerstört zwischen uns).“

          • Richter: „War Fabian ein Trennungsgrund?“

            Am 19. September 2025 schrieb Matthias R. in einer Chatnachricht an Gina H.: „Warum durfte ich nicht mit Fabian das klären, seine Mutter sollte das alles so hinnehmen.“ Dabei geht es um den kurzzeitigen Kontaktabbruch zwischen Fabian und seinem Vater. Der Richter sagt dazu: „Das klingt hier, als wäre Ihnen das verboten worden?“ Matthias R. verneint. Der Richter will wissen:„War Fabian ein Trennungsgrund? Oder der Umgang mit Fabian?“ Auch das verneint Matthias R.

          • Tragödie nach Interview

             

            • Fabians Mutter äußert sich bei BILD

               

              Fabians Mutter schockiert:„Das war einfach nur beschämend“

              Mutter von Fabian schockiert: „Das war einfach nur beschämend“
              Quelle: Schwarck Media AGT
            • BILD-Reporterin beim Prozess

               

              BILD-Reporterin beim Fabian-Prozess:„Vater hat mit der Angeklagten geflirtet“

              Vor Ort beim Prozess um Fabian: „Vater hat mit der Angeklagten geflirtet“
              Quelle: BILD
            • 15 Minuten Pause

              Der Richter kündigt eine 15-minütige Pause an: „Wir haben jetzt wirklich noch ein großes Programm vor uns. Viele Sprachnachrichten, zu denen ich viele Fragen haben. Sie denken auch noch mal drüber nach.“

            • Widersprüche in den Aussagen

              Richter Schütt hält Matthias R. seine Aussagen von den Vernehmungen vor und sagt: „Sie erinnern sich immer noch an die Belehrung, die Wahrheit zu sagen. Im Interesse Ihres Sohnes.“ Bei einer Vernehmung am 16. Oktober 2025 (zwei Tage nach Fabians Verschwinden) gab Matthias R. an, viel Geld in die Beziehung mit Gina H. gesteckt und sie im Schnitt mit 500 Euro unterstützt zu haben. Richter Schütt: „Das soll Ihre Aussage gewesen sein.“ Matthias R.: „Nein. Ich habe gesagt: Manche Monate war es so viel, manchmal weniger.“

              Bei einer Vernehmung vom 12. November gab er an, er habe die Angeklagte finanziell stark unterstützt. „Sie hat die Miete bezahlt, ich den ganzen Rest. Auch die Pferde und so“, hieß es in der Vernehmung. Richter Schütt: „Das sollen Sie gesagt haben.“ Matthias R. heute darauf: „Ich meinte das aber anders. Das kann man jetzt sehen, wie man das möchte.“ Den Richter überzeugt das nicht: „Nein, das kann man so sehen, wie es da steht.“

            • Fabians Mutter mit ausdruckslosem Blick

              Fabians Mutter und Nebenklägerin Dorina L. verfolgt die Aussagen von Matthias R. am dritten Prozesstag mit versteinertem, ausdruckslosem Blick.

              Foto: Peter Müller/BILD
            • Sprachnachricht sorgt für Emotionen

              In einer anderen Sprachnachricht macht Matthias R. klar, dass er nur deshalb ständig arbeiten muss und nicht zu Hause ist, weil Gina H. kein Geld verdient. „Ich muss doch arbeiten fahren. (…) Dass du deine Rechnungen zahlen kannst. (…) Ich kann doch nicht mehr wie arbeiten gehen und dir das Geld andauernd geben.“

              Gina H. hat währenddessen die Hand vor das Gesicht geschlagen, als würde sie dahinter heimlich weinen.

            • Jetzt geht es auch um Sprachnachrichten

              Der Richter erklärt, dass man sich jede einzelne Nachricht angesehen habe, die Matthias R. und Gina H. sich geschickt hätten. Dazu werden nun auch Sprachnachrichten der beiden abgespielt. Sie wurden zwei Tage nach der Trennung verschickt.

              Darin spricht Matthias R. von „Kontrollzwang“ und davon, dass Gina H. ihm nicht glauben wolle. Gina H. klingt in ihrer Sprachnachricht vollkommen leer und verzweifelt. Sie spricht davon, dass sie zerstört ist, nicht mehr könne und sich den ganzen Tag übergebe. „Ich stehe in der Wohnung. Kein Matthias mehr da. Das Bett ist leer.“

            • Matthias R. nennt Trennungsgrund

              Matthias R. gibt zur Trennung von Gina H. an, er habe nicht genug Freiraum gehabt. Er habe mehr Zeit für sein Hobby, die Landmaschinen, haben wollen. Gina H. habe sich dann aber stark vernachlässigt gefühlt. Deshalb habe es oft Streit gegeben.

            • Warum trennten sich Gina H. und Matthias R.?

              Richter Schütt: „Sie haben mein Erstaunen vielleicht etwas mitbekommen, als ich Sie letztes Mal gefragt habe, was eigentlich die Gründe der Trennung waren.“ Deshalb fragt der Richter noch einmal: „Was waren aus Ihrer Sicht die Gründe?“

            • Angeklagte war schwanger von Matthias R.

              Matthias R. erzählt, dass Gina H. innerhalb der Beziehung auch einmal von ihm schwanger war. Sie hätten sich jedoch gemeinsam entschieden, abzutreiben. „Wir wollten erst mal kein Kind haben.“ Richter Schütt: „Warum wollten Sie das nicht?“ Die Antwort von R.: „Ich finde dieses Land nicht mehr recht kinderfreundlich. Finanziell hätte es auch nicht mehr gepasst.“

            Fabians Vater, Matthias R. (35), bei einem Interview am 13. Oktober 2025 – einen Tag später wurde sein Sohn tot aufgefunden

            Foto: SchwarckMedia
          • Befragung wird fortgesetzt

            Die Pause ist vorbei. Die Befragung von Matthias R. wird fortgesetzt. Er verhält sich unauffälliger. Manchmal wackelt er nervös mit seinem Fuß. Nachdem R. und Gina H. am zweiten Prozesstag (30. April) zärtliche Blicke ausgetauscht haben, halten sie sich heute damit zurück.

            • Gewalt in vorheriger Beziehung

              Richter Schütt fragt nach dem Vater von Gina H.s Sohn. Matthias R. erklärt, dass dieser alkoholabhängig gewesen sei, ihr wehgetan und sie zu Dingen gezwungen habe. Am Ende sollte sie sogar für ihn anschaffen gehen. „Dann war sie schwanger, er wollte das nicht. Dann hat er einen Ausraster bekommen und hat ihr in den Bauch getreten oder geschlagen. Da hat sie sich getrennt. Für den Schutz ihres ungeborenen Kindes“, sagt Matthias R.

            • Gab es einen Vergewaltigungsversuch?

              Auf dem Weg zu ihrem Ausbildungsplatz als Lackiererin soll es einen Vergewaltigungsversuch gegeben haben. „Das hat sie erzählt. Dass ein Mann sie ins Gebüsch gezerrt hat und vergewaltigen wollte“, sagt Matthias R. Die Ausbildung habe Gina H. nicht abgeschlossen.

            • Gina H. lebte bei ihren Großeltern

              Gina H.s Mutter ist laut Matthias R. drogenabhängig gewesen. Deshalb hätten sie und ihre Schwester früh bei ihren Großeltern gelebt.

            • Angeklagte tröstete Fabians Vater

              Nach dem Tod seines Vaters habe Gina H. ihn getröstet und in den Arm genommen, sagt Matthias R. Er sei ihr dafür dankbar gewesen.

            • Kein Wort zum Versuch, das tote Pferd anzuzünden

              Richter Schütt sagt: „Es geistert da so eine Geschichte herum. Wie war das denn wirklich?“ Worum es geht: Gina H. soll versucht haben, ein totes Pferd in Brand zu setzen. Matthias R. erzählt, sie hätten das Tier auf der Koppel vergraben – damit es nicht dort herumliegt. Dann hätten sie vom Amt aber eine Auflage bekommen und hätten es schließlich richtig entsorgen lassen müssen. Davon, dass Gina H. das tote Pferd angeblich versucht hatte anzuzünden, sagt er nichts.

            • Gina H. fängt an zu weinen

              Jetzt geht es um die Pferde der Angeklagten. Matthias R. erzählt, dass Pferde Gina H. beruhigen würden. Er erzählt von dem Pferd Tiffy, das bei einer Kutschfahrt gestorben war (BILD berichtete). Dabei ist Gina H. in sich gekehrt, schaut nach unten. Sie sieht traurig aus. Dann fängt sie an zu weinen, holt ein Papiertaschentuch raus.

            • Matthias R.: „Von dem halte ich sowieso nichts“

              Matthias R. wird nach den Freunden von Gina H. gefragt. Er nennt eine Frau, außerdem den Nachbarn, bei dem ebenfalls das Haus durchsucht wurde. „Von dem halte ich sowieso nichts“, so Matthias R.

            • Fabians Mutter blickt zur Angeklagten

              Fabians Mutter und Nebenklägerin Dorina L. (r.) schaut in Richtung der Angeklagten, die am dritten Prozesstag vor ihr sitzt. Links sitzt L.s Anwältin, Christine Habetha.

              Foto: Peter Müller/BILD
            • Fragen zum orangefarbenen Pick-up

              Der Richter fragt ausführlich nach dem orangen Ford Ranger. Mit dem Auto soll Gina H. Fabian laut Staatsanwaltschaft am 10. Oktober 2025, dem Tag seines Verschwindens, bei ihm zu Hause abgeholt haben. Dass der Junge dort alleine und krank war, habe sie demnach „vermutet oder im Vorfeld in Erfahrung gebracht“.

              Matthias R. erzählt, Gina H. habe damals einen Kredit für den Ford aufgenommen. Die Versicherung hätten die Großeltern gezahlt, die Steuern Gina H. selbst. Beim Tanken habe Matthias R. manchmal etwas dazugegeben.

            • R. unterstützte die Angeklagte finanziell

              Matthias R. schildert, er habe Gina H. monatlich mit 100 bis 300 Euro unterstützt.

              • Warum hat Gina H. nicht gearbeitet?

                Der Richter fragt, warum Gina H. nicht gearbeitet hat. Laut Matthias R. hat sie wegen einer Persönlichkeitsstörung eine Erwerbsminderungsrente bezogen. Sie sei alle sechs Wochen zu einem Psychotherapeuten in Güstrow gegangen. Manchmal habe sie sich plötzlich zurückgezogen und sei auf Abstand gegangen. Aufbrausend sei sie aber nicht gewesen.

              • Matthias R. beschreibt die Beziehung

                Matthias R. beschreibt die Beziehung als „sehr harmonisch“. Sie hätten viel mit den Kindern unternommen.

              • Fragen zur Beziehung mit Gina H.

                Richter Schütt: „Ich glaube, dass Sie auch ein eigenes Interesse haben, hier Licht in das Dunkel des Falls zu bringen. Beschreiben Sie mal diese Beziehung, wie war die zu Anfang?“

              • Fabians Vater tritt ein

                Matthias R. tritt ein. Die Angeklagte, Gina H., schaut ihn an, aber er sieht dieses Mal nicht in ihre Richtung.

                 

              • Andere Zeugen sollen Saal verlassen

                Richter Holger Schütt bittet mögliche andere Zeugen, den Saal zu verlassen.

              • Fabians Vater als Zeuge aufgerufen

                Fabians Vater wird erneut als Zeuge aufgerufen.

              • Kritische Nachfrage

                Oberstaatsanwalt Harald Nowack sagt, dass das Messer im Dezember gefunden wurde und stellt die Frage in den Raum, ob der Papierkorb zwischen Oktober und Dezember nicht einmal geleert wurde.

              • Verteidiger: Weiteren Zeugen befragen

                Der Verteidiger von Gina H., Thomas Löcker, stellt vor Gericht eine Beweisanregung: Der Hausmeister, der nach Angaben von Fabians Vater ein Küchenmesser in einem Mülleimer an einer Bushaltestelle 13 Kilometer vom Tatort gefunden haben soll, soll als Zeuge einberufen werden.

                Gina H. (30) und ihr Verteidiger, Thomas Löcker

                Gina H. (30) und ihr Verteidiger, Thomas Löcker

                Foto: Peter Müller/BILD
              • Prozess wird fortgesetzt

                Der dritte Prozesstag hat um 9.31 Uhr angefangen.

              • Fußfesseln gelöst

                Noch bevor der Prozess fortgesetzt wird, wurden die Fußfesseln von Gina H. gelöst.

                • Die Richter treten ein

                  Die Richter treten ein, ab 9.30 Uhr soll der Prozess fortgesetzt werden.

                  Foto: Peter Müller/BILD
                • Angeklagte betritt den Saal

                  Die Angeklagte, Gina H., hat soeben den Saal betreten.

                  Foto: Peter Müller/BILD
                • Zuschauerbereich am Dienstag gut gefüllt

                  Der Zuschauerbereich ist am Dienstag recht gut gefüllt. Insgesamt stehen 156 Plätze im Saal zur Verfügung. Der Prozess findet am Landgericht Rostock statt.

                • Verteidiger spricht mit der Staatsanwaltschaft

                  Noch vor Prozessbeginn sprach der Verteidiger von Gina H., Thomas Löcker (l.), mit der Staatsanwaltschaft. Rechts im Bild: Staatsanwalt Oliver Schley

                  Foto: Peter Müller/BILD
                • Vernehmung endet für heute

                  Für heute ist Schluss im Gerichtssaal.

                  Die Vernehmung von Matthias R. wird am Dienstag fortgesetzt.

                • Aussage zur WhatsApp-Nachricht

                  Der Richter liest eine frühere Aussage von Matthias R. bei der Polizei vor. Es geht um die Beerdigung seines Vaters.

                  Die Eltern von Dorina L. hatten zuvor eine WhatsApp-Nachricht erhalten, dass sie nicht erwünscht seien. Auf dem Handy zeigten sie ihm die Nachricht, die von seiner Nummer kam und inzwischen gelöscht war. Er sagt, er habe sie nicht geschrieben.

                  Nach Fabians Verschwinden gab er bei der Polizei an: „Ich vermute, dass Gina nach dem Tod meines Vaters an meinem Handy war. Aber ich kann es leider nicht beweisen.“ Vor Gericht erklärt er nun, der Polizist müsse das falsch verstanden haben.

                • Richter fragt nach Manipulation

                  Schütt fragt: „Wie ist denn heute Ihr Gefühl, wurden Sie manipuliert?“

                  Matthias R. antwortet: „Nein. Weil ich mich nach dem Tod meines Sohnes mit Gina getroffen habe und wir haben viel über unsere Beziehung gesprochen. Da kam raus, dass ich vieles missverstanden habe.“

                • Chefin berichtet von Spy-Software

                  Der Richter liest die Aussage der Vorgesetzten von Matthias R. vor. Er habe erzählt, Gina H. habe auf seinem Handy eine Spy-Software installiert. So habe er Fabian zum Geburtstag angerufen. Kurz darauf habe Gina H. angerufen und gefragt, warum er nicht gemeinsam mit ihr gratuliert habe.

                  Außerdem heißt es in der Aussage, Gina H. habe Fabian manipuliert, damit er keinen Kontakt mehr zu seinem Vater habe. Matthias R. widerspricht. Seine Chefin habe das alles missverstanden.

                • Freund schildert Kontrolle durch Gina H.

                  Jetzt werden die Polizei-Aussagen eines Freundes von Matthias R. verlesen. Er schildert, Matthias R. habe Gina H. jeden Abend sein Handy zeigen müssen. In jeder Mittagspause habe er sie per Videochat anrufen und beweisen müssen, dass er allein ist.

                  Als er Fabian einmal ohne ihr Wissen getroffen habe, habe sie ihm danach eine Szene gemacht. Fabians Vater weist das zurück. Er behauptet, sein Freund lüge.

                • Thema Eifersucht in der Beziehung

                  Jetzt geht es um Eifersucht zwischen Gina H. und Matthias R.

                  Er hatte vorhin gesagt, sie sei eifersüchtig gewesen – wie viele Frauen. Bei einer Zeugenvernehmung am 16.10. nannte er Eifersucht als Grund für Reibereien in der Beziehung. Sie sei auf wildfremde Frauen eifersüchtig gewesen, auf Dorina aber nicht.

                  In einer späteren Vernehmung sagte Matthias R. zudem, Gina H. sei bereits eifersüchtig gewesen, wenn er sich mit anderen Frauen unterhalten habe.

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