„Fall Fabian (†8): Schock-Verhaftung! Hauptverdächtiger ist ausgerechnet derjenige, der den Jungen so sehr ‚liebte‘ – Fabians Vater völlig fassungslos“
Fall Fabian (†8): Ermittler machen entscheidenden Schritt – Verdächtige Person in Gewahrsam
Rostock/Güstrow – Neue Wendung im bewegenden Fall des kleinen Fabian (†8) aus Güstrow. Nach mehreren Wochen intensiver Ermittlungen wurde am Donnerstag eine Frau in Gewahrsam genommen. Laut Staatsanwaltschaft Rostock besteht gegen sie ein dringender Verdacht im Zusammenhang mit dem Tod des Kindes.
Wie Oberstaatsanwalt Harald Nowack am Donnerstagnachmittag bestätigte, wurde die Beschuldigte nach einem bereits erlassenen Haftbefehl dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser ordnete Untersuchungshaft an. Die Frau habe sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert und sei in eine Justizvollzugsanstalt gebracht worden.
Durchsuchungen und Festnahme am Donnerstagmorgen
Bereits am frühen Donnerstagmorgen rückten über 120 Einsatzkräfte von Polizei, LKA und Bundespolizei zu einer großangelegten Aktion in Reimershagen im Landkreis Rostock aus. Nach Informationen von RTL soll es sich bei dem durchsuchten Haus um das Anwesen der ehemaligen Partnerin von Fabians Vater handeln. Auch ein Fahrzeug wurde sichergestellt und von der Polizei abgeschleppt.
Rechtsanwalt Andreas Ohm, der die Verdächtige vertritt, erklärte gegenüber RTL, dass die Maßnahmen an der Wohnanschrift inzwischen abgeschlossen seien. Besonders brisant: Nach bisherigen Erkenntnissen war es die Beschuldigte selbst, die den Behörden Hinweise zum Fundort des Kindes gegeben hatte.
Dramatische Hintergründe
Fabian war am 10. Oktober als vermisst gemeldet worden. Vier Tage später fanden Einsatzkräfte in einem Waldstück bei Klein Upahl Spuren, die die Ermittlungen in eine tragische Richtung lenkten. Laut der Kriminalpolizei sprechen die bisherigen Erkenntnisse dafür, dass das Kind bereits am Tag seines Verschwindens ums Leben gekommen und später an diesem Ort abgelegt worden war.
Das mögliche Zeitfenster der Tat liegt nach jetzigem Stand zwischen 11.00 Uhr und 15.00 Uhr.

Zahlreiche Hinweise nach ZDF-Sendung
Besondere Aufmerksamkeit erhielt der Fall in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“, die am Mittwochabend ausgestrahlt wurde. Dort zeigten Ermittler neue Fotos vom Fundort und baten um Unterstützung aus der Bevölkerung.
Ermittlungsleiter Frank Focke erklärte: „Wir haben insgesamt 33 neue Hinweise erhalten, die wir jetzt sorgfältig prüfen.“ Diese würden unabhängig von den aktuellen Durchsuchungen und der Festnahme ausgewertet. Die Beamten hoffen weiterhin auf entscheidende neue Spuren.
Was führte zum Durchbruch?
Noch ist unklar, welches Detail die Ermittler letztlich auf die Spur der Verdächtigen brachte. Möglich ist, dass die Kombination aus Zeugenaussagen, technischen Auswertungen und kriminaltechnischen Spuren den entscheidenden Hinweis geliefert hat.
Die Polizei betont, dass die Ermittlungen weiterhin in alle Richtungen laufen. „Wir prüfen sämtliche Zusammenhänge und schließen derzeit keine Möglichkeit aus“, so ein Sprecher.

Große Betroffenheit in Güstrow
Der Fall hat bundesweit für Erschütterung gesorgt. In Güstrow gedenken Freunde, Nachbarn und Mitschüler weiterhin dem kleinen Fabian. Viele Menschen legten Blumen und Kerzen nieder – als Zeichen des Mitgefühls für die Familie.
Eine Anwohnerin sagte gegenüber einem Reporter: „Wir hoffen einfach, dass endlich Klarheit geschaffen wird und die Wahrheit ans Licht kommt.“

Ermittlungen gehen weiter
Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung, die helfen könnten, den Ablauf der Ereignisse am 10. Oktober besser zu verstehen.
Wer zur fraglichen Zeit im Bereich Klein Upahl oder Reimershagen Beobachtungen gemacht hat, soll sich an die Polizei Rostock wenden.





