Deutsche Urlauber sitzen in Dubai fest đ± URLAUB WIRD ZUM ALBTRAUM: Raketenbeschuss zwingt Touristen in Deckung, Flugverkehr in Dubai komplett lahmgelegt
Raketen am Himmel ĂŒber dem StrandIn Dubai sind laut Berichtenimmer wieder Explosionen zu hören. Mehrmals pro Stunde werden Raketen am Himmel abgefangen, berichtet Sven Berger (35) gegenĂŒber BILD, der mit seiner Frau und Sohn Mateo (5) gerade auf Dubai Islands im Hotel ist.
Sein Urlaub fĂŒhlt sich plötzlich ganz anders an: âWir haben eine Warnmeldung aufs Handy bekommen, dass wir wegen des Raketenbeschusses Schutz in einem sicheren GebĂ€ude suchen sollen.â Daraufhin hat sich die Familie aus Recklinghausen entschieden, in ihrem Hotel zu bleiben.
âEs ist ein mulmiges GefĂŒhl. Das Hotelpersonal gibt sich zwar betont entspannt, um uns Urlaubern keine Angst zu machen. Man merkt jedoch, dass sie selbst auch sehr nervös sind. Aber es wĂŒrde jetzt keinen Sinn machen, dass wir uns mit tausend anderen am Flughafen hinsetzen, denn dort geht momentan ja eh kein Flug.â
Feuer am Burj Al ArabBesonders schockierend fĂŒr viele Touristen: Am weltberĂŒhmtenHotel Burj Al Arabbrach ein Feuer aus. Nach Angaben der Behörden hatten TrĂŒmmerteile einer abgefangenen Drohne die Fassade in Brand gesetzt. Auch im Hafen Dschabal Ali entstand durch herabfallende Teile ein Feuer. Eine Halle am internationalen Flughafen Dubai wurde leicht beschĂ€digt. Nach offiziellen Angaben wurden vier Menschen verletzt. Am Flughafen von Abu Dhabi wurde nach Betreiberangaben ein Mensch getötet und sieben weitere verletzt. Eine entsprechende Mitteilung auf X (ehemals Twitter) wurde spĂ€ter wieder gelöscht.Deutscher Rennfahrer in Dubai: âExplosion hat die Fenster erschĂŒttertâ
Chaos am Flughafen â nichts geht mehrViele Urlauber wollten nur noch eins: raus! Doch amDubai International Airportherrscht seit Samstagnachmittag Ausnahmezustand. Der Luftraum ist gesperrt, Fluggesellschaften haben den Verkehr weitgehend eingestellt. Ein deutscher Urlauber berichtet: âHier am Airport herrscht das blanke Chaos. Tausende Menschen versuchen, das Terminal zu verlassen. Es gibt keine AusgĂ€nge, die ZĂŒge zwischen den Terminals sind defekt. Es gibt keine Ansagen, kein Personal.âDrohne trifft Luxus-Hotel in Dubai: Ausreise-Chaos am Flughafen
Trotz Warnungen, dass die FlughĂ€fen geschlossen sind, fahren weiterhin Menschen dorthin â in der Hoffnung auf einen Flug. Tausende Reisende sitzen fest.âDie Menschen hier haben AngstâAuch Antonio Wehrmann (43) aus Hannover ist mit seiner Familie in Dubai. Eigentlich lebt er seit 2016 in Katar, arbeitet dort als Director of Sales bei der Formel 1. Doch am Samstag entschied er sich mit seiner Frau Kim (34), der kleinen Tochter (1) und seiner Schwiegermutter (61) mit dem Auto besser nach Dubai zu fahren.
âDie Menschen hier haben Angst. Wir bekommen die Raketenangriffe mit, es gab auch EinschlĂ€ge. Wir vermeiden es, rauszugehen, halten uns von den Fenstern fern und lassen uns die Lebensmittel liefernâ, sagt der 43-JĂ€hrige zu BILD. Ihr Apartment liegt an der Dubai Mall: âDort können wir, ohne das GebĂ€ude verlassen zu mĂŒssen, wenigstens ein bisschen spazieren gehen.âUrlaub im KrisengebietDer Konflikt eskalierte am Samstag, als Israel und die USA Angriffe auf den Iran starteten. Der Iran reagierte mit Raketenangriffen auf Israel und mindestens sieben weitere Staaten â darunter LĂ€nder mit US-MilitĂ€rstĂŒtzpunkten wie die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain. Auch aus Doha wurden Explosionen gemeldet. Was fĂŒr viele als unbeschwerter Luxusurlaub begann, ist nun ein Aufenthalt im Krisengebiet. Statt Strandspaziergang und Schwimmen im Meer heiĂt es fĂŒr viele Familien jetzt: im Hotel bleiben, Warnmeldungen verfolgen â und hoffen, dass der Himmel ĂŒber Dubai bald wieder ruhig bleibt.Im Urlaubsparadies Dubai: Hier stĂŒrzt eine Drohne auf das Luxus-Hotel
So verhalten sich Touristen jetzt richtigDas AuswĂ€rtige Amt warnt vor Reisen nach Israel/PalĂ€stinensische Gebiete, Libanon, Jordanien, Syrien, Irak, Iran, Bahrain, Kuwait, Oman, Vereinigte Arabische Emirate, Saudi-Arabien, Katar, Jemen. Nach LuftschlĂ€gen zwischen Israel, den USA und Iran muss mit weiteren Angriffen gerechnet werden. LuftrĂ€ume sind gesperrt, mehrere Fluggesellschaften haben den Betrieb eingestellt.Die wichtigsten Fragen und Antworten fĂŒr Deutsche in der Region beantwortet das AuswĂ€rtige Amt auf seiner Homepage.Wer vor Ort ist, soll sich in dieKrisenvorsorgeliste ELEFANDeintragen, seine Daten aktuell halten und andere Deutsche darauf hinweisen. Warnungen vor Luftangriffen ernst nehmen, bei Alarm sofort SchutzrĂ€ume oder GebĂ€ude aufsuchen, Fenster meiden. Lage regelmĂ€Ăig ĂŒber die Medien verfolgen, Anweisungen von Behörden und SicherheitskrĂ€ften befolgen. Bei Fragen zu gebuchten FlĂŒgen die Fluggesellschaft oder den Reiseveranstalter kontaktieren.




