Fall Fabian (8): Ein vernichtender Beweis brachte Gina H. zu Fall.

27-05-2026-Mecklenburg-Vorpommern-Rostock-Die-Angeklagte-wartet-mit-einer-Fussfessel-im-Saal-des-Landgerichts-auf-die-Fortsetzung-des-Mordprozesses-im-Fall-Fabian-Der-Angeklagten-wird-vorgeworfen-am-10-10-2025-heimtueckisch-und-aus-niedrigen-Beweggruenden-den-zur-Tatzeit-achtjaehrigen-Fabian-aus-Guestrow-getoetet-zu-haben
Die Angeklagte im Mai mit einer Fußfessel im Gerichtssaal. (Foto: dpa)

Gleich zwei Zeugen werfen der Frau, die den achtjährigen Fabian getötet haben soll, vor, sie zum Fundort der Leiche geführt zu haben. Beide meldeten sich aber nicht selbst bei der Polizei.

Die wegen Mordes an dem achtjährigen Fabian angeklagte Frau ist auch nach der Schilderung eines zweiten Zeugen schon einen Tag vor dem offiziellen Fund der Kinderleiche am Fundort gewesen. Sie habe ihn am 13. Oktober 2025 abends angerufen und ihn gebeten, mit ihr zum Tümpel bei Klein Upahl zu fahren. Sie seien dann dorthin gefahren. “Dann habe ich den Jungen da halt liegen sehen”, sagte der Zeuge am zwölften Verhandlungstag vor dem Landgericht Rostock.

Beide trafen gegen Mitternacht an dem Tümpel ein, den die Angeklagte laut Zeuge als “Schweinesuhle” bezeichnete. Sie habe ihn dann gebeten, er solle den Leichnam anleuchten und dann gemeint: “Das ist zu 100 Prozent Fabian.” Eine emotionale Reaktion habe sie nicht gezeigt, allerdings beim Tümpel noch gesagt, dass der Leichnam gebrannt habe oder angezündet worden sei. Auf der Rückfahrt habe die Angeklagte gelacht, wobei sie ihm gesagt habe, dass sie nicht mehr weinen könne und sich das dann oft bei ihr in Lachen umkehre.

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Neue Details im Fall FabianPolizist wunderte sich später über Bemerkung von Gina H.

Laut dem Zeugen waren er und die Angeklagte ungefähr eine Minute an dem Tümpel, bevor sie wieder zurück in das wenige Kilometer entfernte Dorf im Landkreis Rostock fuhren, in dem beide als Nachbarn wohnten. Die Angeklagte habe noch gefragt, ob sie die Polizei informieren sollten. “Was willst Du der Polizei denn erzählen? Das glaubt uns kein Schwein”, habe er daraufhin geantwortet.

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“Da liegt was. Das ist er”Angeklagte war laut Zeugenaussage schon früher am Fundort von Fabian

Bereits vorige Woche hatte ein andere Zeuge vor der Schwurgerichtskammer ausgesagt, dass er am selben Abend nur wenige Stunden zuvor mit der Angeklagten an dem Tümpel war. Die Angeklagte selbst informierte die Polizei erst am 14. Oktober und sagte, sie habe den Leichnam des Kindes zufällig beim Spaziergehen mit dem Hund entdeckt.

Laut Staatsanwaltschaft starb der Junge am 10. Oktober. Die Anklage wirft der 30-jährigen Deutschen vor, ihn mit sechs Messerstichen getötet und dann angezündet zu haben. Die Frau, die seit 7. November 2025 in Untersuchungshaft sitzt, schweigt bislang zu den Vorwürfen. Für sie gilt die Unschuldsvermutung.

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