Güstrow MV – Neue Beweismittel im Fall des g-e-t-ö-teten Fabian Lange (†8)
Güstrow (MV): Neue Entwicklungen im Fall des kleinen Fabian – Ermittler prüfen wichtige Hinweise
Im Zusammenhang mit dem tragischen Schicksal des achtjährigen Fabian aus Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) gibt es neue Erkenntnisse der Ermittlungsbehörden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Rostock wurde eine Frau aus dem näheren Umfeld des Kindes im Rahmen der laufenden Untersuchungen vorübergehend befragt.

Die Frau stand in der Vergangenheit in einer engen Beziehung zum Vater des Jungen und war am Tag der Entdeckung des Kindes anwesend. Sie hatte den Vorfall selbst der Polizei gemeldet und galt zunächst als Zeugin. Erst im weiteren Verlauf der Untersuchungen ergaben sich laut Ermittlern neue Anhaltspunkte, die zu einer genaueren Überprüfung ihrer Rolle führten.
Nach Informationen aus Justizkreisen wird derzeit geprüft, ob bestimmte Spuren vom Fundort mit neuen Beweismitteln übereinstimmen könnten. Dabei handelt es sich unter anderem um Gegenstände, die in der Umgebung sichergestellt und kriminaltechnisch untersucht werden. Fachlabore des Landeskriminalamts Mecklenburg-Vorpommern werten derzeit Proben und digitale Bewegungsdaten aus.
Ein Kamerateam hatte wenige Tage nach dem Fund eine auffällige Szene auf einem Gelände im Umfeld der befragten Person dokumentiert. Diese Aufnahmen wurden den Behörden übergeben und befinden sich in der technischen Auswertung. Außerdem wurde unweit des Waldgebiets ein teilweise beschädigter Handschuh entdeckt, der möglicherweise mit dem Fall in Zusammenhang stehen könnte. Ob sich darauf verwertbare Spuren finden lassen, wird momentan geprüft.
Die Rechtsanwältin der Kindesmutter erklärte gegenüber Medien, dass ihre Mandantin bereits kurz nach dem Vorfall den Eindruck hatte, dass einzelne Personen aus dem Umfeld des Kindes womöglich über zusätzliche Informationen verfügen könnten. Sie betonte jedoch zugleich, dass es sich hierbei lediglich um subjektive Wahrnehmungen handelt und die endgültige Bewertung den Ermittlungsbehörden obliegt.
Das Verhältnis zwischen der Mutter und der befragten Frau soll nach bisherigen Erkenntnissen eher distanziert gewesen sein. Dennoch kam es über den Vater regelmäßig zu Begegnungen. Fabian soll sich bei Besuchen auf dem betreffenden Grundstück stets wohlgefühlt haben und habe seiner Mutter positiv davon berichtet. Nachbarn bestätigten, dass der Junge dort oft spielte und ein freundliches Verhältnis zu anderen Kindern hatte.
Die Polizei konzentriert sich derzeit auf die Auswertung der gesammelten Beweise und auf die Rekonstruktion der zeitlichen Abläufe am 10. Oktober 2025. Auch elektronische Daten wie Bewegungsprofile von Handys und Fahrzeuge werden analysiert, um mögliche Zusammenhänge zu erkennen.

Die Staatsanwaltschaft Rostock betonte, dass alle Beteiligten bis zum Abschluss der Ermittlungen als unschuldig gelten.
Zeugen, die am 10. Oktober 2025 im Bereich der Schweriner Straße in Güstrow oder im Waldgebiet bei Klein Upahl Beobachtungen gemacht haben, werden weiterhin gebeten, sich unter der bekannten Telefonnummer des Polizeipräsidiums Rostock zu melden.
Die Polizei und das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern danken der Bevölkerung für die bisherige Unterstützung und bitten um Zurückhaltung bei Spekulationen.





