Mord an Fabian (8): Neue Hinweise BELASTEN die Familie! Polizei spricht von Wendepunkt.
Fall Fabian: Ermittlungen nehmen Fahrt auf – Staatsanwalt Nowack reagiert auf Kritik und klärt zentrale Punkte
Rostock – Der Tod des achtjährigen Fabian aus Güstrow beschäftigt weiterhin die Ermittlungsbehörden. Oberstaatsanwalt Harald Nowack äußerte sich am Freitagabend in einem Gespräch mit der Frankfurter Rundschau (Ippen.Media) zu aktuellen Entwicklungen – und korrigierte dabei mehrere öffentliche Annahmen. Besonders im Fokus: die Zusammenarbeit mit Fabians Familie und der Stand der Beweisermittlung.
Noch kein Tatobjekt gefunden – Behörden halten sich bedeckt
Nowack bestätigte, dass das entscheidende Tatobjekt bislang nicht entdeckt wurde. Zwar kennen die Ermittler laut früheren Angaben die Art des eingesetzten Gegenstandes, doch Details bleiben aus taktischen Gründen weiterhin unter Verschluss. Auch zur genauen Ursache des Geschehens äußerte sich die Staatsanwaltschaft bewusst zurückhaltend.
Der Hinweis erlaubt dennoch den Rückschluss, dass der Junge nicht allein durch einen unglücklichen Sturz oder ähnliches ums Leben kam. Die genaue Vorgehensweise werde nur der verantwortlichen Person bekannt sein, betonte Nowack. Die Suche nach relevanten Spuren läuft weiterhin in mehreren Richtungen.
Tatverdächtige in Untersuchungshaft – Identität bleibt geheim
Eine Frau befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft. Offizielle Angaben zu ihrer Person gibt es nicht, doch laut Medienberichten soll es sich um die ehemalige Partnerin von Fabians Vater handeln. Die Beschuldigte schweigt weiterhin. Ihr Anwalt Andreas Ohm erklärte zuletzt öffentlich, dass es seiner Mandantin gesundheitlich schlecht gehe und er die Unterlagen am Wochenende eingehend prüfen wolle.
Rekonstruktion des Tages – das Verschwinden und die Suche
Fabians Mutter schilderte, dass sie ihren Sohn am Morgen des 10. Oktober zuletzt gesehen habe, bevor sie zur Arbeit ging. Der Junge blieb wegen Unwohlseins zu Hause. Als sie am Nachmittag zurückkehrte, war er verschwunden. Eine groß angelegte Suchaktion folgte. Vier Tage später fanden Einsatzkräfte den Jungen – ein Ereignis, das bundesweit für Bestürzung sorgte.
Ermittlungen wie ein Puzzle
Die Untersuchungen laufen weiterhin auf Hochtouren. „Wir befragen Zeugen, werten alle bisherigen Erkenntnisse aus und prüfen, an welchen Stellen weitere Schritte notwendig sind“, so Nowack. Alles müsse wie ein großes Puzzle zusammengefügt werden, um mögliche neue Zusammenhänge zu erkennen.
Staatsanwaltschaft weist Kritik zurück
In den vergangenen Tagen gab es Stimmen aus dem erweiterten familiären Umfeld, die mangelnde Kommunikation durch die Behörden beklagten. Nowack widersprach dem deutlich: „Die rechtliche Vertreterin der Mutter hat alle notwendigen Informationen erhalten.“ Ein direkter Kontakt zu den Eltern sei nicht vorgeschrieben und werde üblicherweise über deren Anwälte geregelt.
Der Vorwurf der unzureichenden Transparenz stamme nicht von den Eltern selbst, sondern von einer dritten Person, deren Rolle innerhalb der Familie unklar sei. Mit Fabians Vater habe es ein persönliches Gespräch gegeben; weitere Kontakte seien momentan nicht erforderlich.
Die Ermittlungen dauern an. Behörden hoffen, mit neuen Auswertungen und weiteren Zeugenhinweisen entscheidend voranzukommen.




