Nach Festnahme im Fall Fabian (†8): Haftbefehl gegen Tatverdächtige bestätigt

Rostock – Haftbefehl gegen Verdächtige im Fall des verschwundenen Fabian erneut bestätigt

Im aufsehenerregenden Fall um den achtjährigen Fabian aus Güstrow hat das Amtsgericht Rostock den bestehenden Haftbefehl gegen die festgehaltene Frau erneut bestätigt. Dies teilte Harald Nowack, Sprecher der Rostocker Staatsanwaltschaft, nach einer gerichtlichen Überprüfung am Mittwoch mit.

Der Termin fand auf Antrag des Verteidigers der Frau, Rechtsanwalt Andreas Ohm, statt. Er hatte argumentiert, dass die Grundlage des Haftbefehls vor allem aus einzelnen Hinweisen bestehe und daher überprüft werden müsse. Trotzdem entschied das Gericht, die bestehende Anordnung aufrechtzuerhalten. Die Verteidigung kann nun beim Landgericht Rostock weitere Schritte einleiten.

Der Fall sorgt seit Wochen für große Aufmerksamkeit. Fabian war am 10. Oktober als vermisst gemeldet worden. Vier Tage später wurde sein Körper an einem abgelegenen Uferbereich südlich von Güstrow entdeckt. Die nun inhaftierte Verdächtige wurde am 6. November in einem nahegelegenen Dorf festgenommen. Ihr Fahrzeug wurde ebenfalls sichergestellt und von den Ermittlern untersucht.

Laut Anwalt Ohm bestreitet seine Mandantin, etwas mit dem Geschehen zu tun zu haben. Als Zeugin hatte sie zuvor bereits Angaben gemacht, sich als Beschuldigte jedoch nicht weiter geäußert. Der Jurist beschrieb den Zustand seiner Mandantin als stark belastet und betonte, dass sie die Situation schwer verkrafte.

Die Ermittlungen gestalten sich weiterhin umfangreich. Staatsanwaltschaftssprecher Nowack erklärte, dass die Behörden mit einer außergewöhnlich großen Menge an Hinweisen konfrontiert seien. „Es handelt sich um nahezu 1.000 Spuren, die Schritt für Schritt ausgewertet werden müssen“, sagte er. Die Priorisierung laufe zwar, doch es kämen ständig neue Informationen hinzu, die berücksichtigt werden müssten.

Wichtige Untersuchungen stehen noch aus. So liegt ein toxikologisches Gutachten bisher nicht vor. Auch ein für den Fall relevantes Objekt, das möglicherweise eine Rolle gespielt haben könnte, wurde bislang nicht gefunden. Die Ermittlungsbehörden bitten weiterhin um Geduld und verweisen darauf, dass aufgrund der laufenden Auswertung aktuell keine weiteren Details veröffentlicht werden können.

Der Fall bleibt damit weiterhin offen, und viele Fragen sind nach wie vor unbeantwortet. Die Behörden betonen jedoch, dass intensiv weitergearbeitet werde, um sämtliche Abläufe lückenlos aufzuklären und die bestehenden Unklarheiten Stück für Stück zu beseitigen.

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