Operation „Luftkissen“ startet: Schaffen es diese Millionäre heute, Wal Timmy in letzter Minute zu retten?
Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) –Es ist möglicherweise die letzte Chance, Buckelwal Timmy zu retten: Am Donnerstagmorgen soll die Operation Luftkissen beginnen! Der ambitionierte Plan stammt von zwei Millionären – beide wollen die volle Haftung übernehmen. Doch die Aktion ist auch für die Retter nicht ohne Risiko.Tag 17 in der Bucht von Poel: Der Rettungsversuch für Wal Timmy im BILD-Livestream
Quelle: News516.04.2026Bereits am Mittwoch um 12 Uhr fiel die finale Entscheidung: Buckelwal Timmy, der seit Tagen vor der Insel Poel ausharrt, soll gerettet werden! Das hat Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) bestätigt. Geplant und finanziert wird das Vorhaben von den Unternehmern Karin Walter-Mommert (62) und Walter Gunz (79). Gunz ist als MediaMarkt-Gründer bekannt, Walter-Mommert kommt aus der Pferdesport-Branche. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) betonte: Die alleinige Verantwortungliegt bei den Unternehmern.
Eine Unterstützerin der Rettungsaktion umarmt Umweltminister Till Backhaus (67, SPD)Foto: Christian SpreitzBis Freitag in der NordseeDas Konzept sieht eineBergung des lebenden Tieresund einen Transport in die Nordsee vor – gegebenenfalls bis in den Atlantik. Nach BILD-Informationen wurden die dazu benötigten Katamarane bereits geordert, damit sie pünktlich eintreffen. Unternehmer Gunz über das Retter-Team zu BILD: „Die jetzige Truppe ist genial gut. Ich danke dem Schicksal.“Am Donnerstag ab 8 Uhrsollen Luftkissen unter den Wal gebracht werden, um ihn schonend anzuheben. Dazu soll Schlick unter ihm weggespült werden. Der Wal soll dann auf eine Plane zwischen zwei Pontons gehoben werden. Dann soll diese an den Pontons befestigt und in die 300 Meter entfernte Fahrrinne gezogen werden.
Unternehmer Walter GunzFoto: picture alliance/Frank May
Unternehmerin Karin Walter-Mommert kommt aus der Pferdesport-BrancheFoto: imago/Marius SchwarzGehe alles gut, könne der Transport aus der Region am Freitag beginnen, sagte Backhaus. Ein Schlepper soll die beiden Pontons bis in die Nordsee und den Atlantik ziehen, um den Wal dort freizulassen.Viele Fragen bleiben offenSchwer einzuschätzen ist bislang, in welchem Gesundheitszustand der Wal ist und wie hoch seine Überlebenschancen bei einem solchen Vorhaben sind. Timmy wird während der Rettungsaktion von einer Tiermedizinerin beobachtet, so das Team der Millionäre zu BILD. Unklar ist ebenfalls, wie lang ein solcher Transport dauern würde und wie viele Kräfte an der Rettung beteiligt sind.
Die Kosten des neuen Rettungsversuchssind bislang nicht bekannt. Walter Gunz zu BILD: „Es geht nicht um Geld. Geld kann ihn nicht retten. Nur Menschen können ihn retten.“ Was die Rettungsaktion genau kosten wird, kann der Unternehmer noch nicht abschätzen. Das Ganze werde „schon nicht hundert Millionen kosten“, sagte er.




