Schock in der Ermittlungsarbeit! Polizei entdeckt Stoffstück – neue Suchaktion am Fundort von Fabians Leiche

Ermittler durchsuchen Tümpel bei Klein Upahl erneut – weitere Spuren im Fall des achtjährigen Fabian gesichert

Rostock/Güstrow – Im laufenden Ermittlungsfall rund um das Verschwinden und spätere Auffinden des achtjährigen Fabian sind am Mittwoch erneut umfangreiche Suchmaßnahmen durchgeführt worden. Ein Team aus 22 Kräften der Bereitschaftspolizei kehrte an den kleinen Tümpel bei Klein Upahl in Mecklenburg-Vorpommern zurück – jenen Ort, an dem wenige Tage nach Fabians Verschwinden sein Körper entdeckt worden war.

Nach Angaben einer Polizeisprecherin wurden weitere Bereiche des Geländes überprüft, die bislang noch nicht im Detail abgesucht worden waren. Einsatzkräfte nutzen dafür unter anderem Metalldetektoren sowie technische Spezialausrüstung, um mögliche Gegenstände oder Spuren zu lokalisieren, die für die laufende Rekonstruktion der Abläufe relevant sein könnten.

Die Sprecherin erklärte: „Wir sehen uns heute erneut alles an, was nicht selbstverständlich zu einer Wiese oder einem Waldstück gehört. Jeder Gegenstand, der sich nicht eindeutig einordnen lässt, wird gesichtet und gesichert.“ Am Mittwochvormittag wurde unter anderem ein schwarz-rotes Stoffteil als potenzielles Beweisstück eingetütet und abtransportiert.

Die Polizei ist eigenen Angaben zufolge seit etwa 10.30 Uhr im Einsatz. Durchkämmt wurden sowohl das offene Wiesenareal als auch Randbereiche des Weges sowie angrenzender Wald. Die Maßnahme sei Teil eines regulären Nacharbeitsprozesses, bei dem zuvor nicht bearbeitete Punkte systematisch abgearbeitet würden. Ziel sei es, ein so vollständiges Bild wie möglich über die Geschehnisse rund um Fabians Verschwinden zu erhalten.

Der Achtjährige war am 10. Oktober als vermisst gemeldet worden. Vier Tage später wurde sein Körper an dem Tümpel entdeckt – gefunden von Gina H., der früheren Partnerin seines Vaters. Sie befindet sich seit Anfang November im Rahmen des Ermittlungsverfahrens in Untersuchungshaft. Welche Rolle sie möglicherweise spielt, ist weiterhin Gegenstand der Untersuchungen, zu denen die Behörden bisher keine neuen Details veröffentlicht haben.

Die Ermittlungsbehörden betonen, man gehe konsequent allen Hinweisen nach. Die neuerliche Suchaktion zeigt, dass der Fundort auch Wochen später eine wichtige Rolle spielt. Ob die am Mittwoch gesicherten Gegenstände tatsächlich Bedeutung für die Analyse des Falls haben, wird nun in den entsprechenden Laboren geprüft.

Für die Familie und die Region bleibt der Fall stark belastend. Die Bevölkerung hofft, dass die nun zusätzlich gewonnenen Hinweise helfen, das Geschehen vollständig zu klären.

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