⚠️ Skandal im Mordfall Fabian – Polizei veröffentlicht schockierende Nachricht
Der Verein für Vermisstensuche & Detektivarbeit sieht sich im Zusammenhang mit dem Mordfall Fabian (8) in den vergangenen Tagen offenbar mit einer Flut von Anschuldigungen in sozialen Netzwerken konfrontiert. Dem Vorsitzenden des Vereins ist nun der Kragen geplatzt. Markus Rahmsdorf hat am Samstag (25. Oktober) auf Facebook ausführlich Stellung zu den kursierenden Behauptungen über seine Person und seinen Verein bezogen. Mittlerweile (26. Oktober) ist sein Beitrag dort aber nicht mehr auffindbar.Hetze über Fabians Familie im Live-Stream?Wohl der heftigste Vorwurf: Der Verein soll gemeinsam mit den „Trovatos“ – einer bekannten TV-Detektiv-Familie – in einem Live-Stream gegen die Familie des am 14. Oktober tot aufgefundenen Fabian gehetzt haben. „Zu keinem Zeitpunkt wurde von uns eine Hetze oder negative Äußerung gegenüber der Familie geäußert.“ Das jedenfalls schreibt Rahmsdorf auf der Facebookseite des Vereins.

Markus Rahmsdorf ist Vorsitzender des Vereins für Vermisstensuche.(Foto:Archiv)Das Anliegen des Vereins sei stets, zu helfen und nicht zu verurteilen. Der Verein soll Fabians Eltern auch falsche Informationen gegeben und dazu beigetragen haben, dass es ihnen schlechter gehe – und weist das sofort zurück: Der Verein lege größten Wert auf einen „respektvollen, empathischen und sensiblen Umgang“ mit Menschen in extrem belastenden Situationen. „Mitgefühl, Rücksicht und Respekt stehen bei uns immer an erster Stelle“, so Rahmsdorf.Auch Jürgen Trovato, Oberhaupt der TV-Detektiv-Familie, stellte mittlerweile im Gespräch mit dem Nordkurier klar: „Wir haben nicht über die Familie von Fabian gehetzt. Wir nutzen unsere Live-Streams, um Reichweite für die Vermissten zu generieren.“ Und: Die Trovatos würden immer mit den Angehörigen im Vorfeld absprechen, was sie tun. Und noch etwas sagt Jürgen Trovato im Gespräch mit dem Nordkurier: „Wir arbeiten nicht mit Markus Rahmsdorf zusammen.“Der Mordfall Fabian erschüttert seit mehr als zwei Wochen die Region. Der Achtjährige verschwand am 10. Oktober spurlos aus der Wohnung seiner Mutter in Güstrow. Vier Tage suchten Polizei, Eltern und zahlreiche Helfer nach dem Kind. Am 14. Oktober fand eine Spaziergängerin die Leiche, mehrere Kilometer südlich von Güstrow in der Nähe von Klein Upahl. Nach Nordkurier-Informationen handelt es sich bei der Finderin um die Ex-Freundin von Fabians Vater. Die Behörden ermitteln und halten sich mit Informationen gegenüber der Öffentlichkeit weitestgehend zurück. So gibt es offiziell immer noch keine dringend Tatverdächtigen und entsprechende Festnahmen.+++ Alle Artikel und Videos zum Mordfall Fabian finden Sie hier +++Kein Kontakt mehr zu Fabians VaterRahmsdorf betont eingangs, dass der Verein von Beginn an in den Vermisstenfall Fabian involviert gewesen sei. Diese Beteiligung sei nicht eigenmächtig erfolgt, sondern nach ausdrücklicher Zustimmung und in enger Absprache mit Fabians Vater und Mutter. Die Zusage, der Familie Hilfe zukommen zu lassen, sei in den Tagen nach Fabians Verschwinden auch umgesetzt worden. So seien am 12. und 13. Oktober Mitglieder des Vereins vor Ort gewesen, um die Familie zu unterstützen.
Mittlerweile hat nach Nordkurier-Informationen aber zumindest Fabians Vater den Kontakt zu Rahmsdorf abgebrochen. Und auch die Polizei bestreitet gegenüber dem Nordkurier eine aktive Zusammenarbeit mit Rahmsdorf und dessen Verein. Es habe neben Rahmsdorf zahlreiche andere Hinweise aus der Bevölkerung gegeben. Im Gegenteil: Die Beamten kritisierten gegenüber der Redaktion, Rahmsdorf eine Plattform zu geben. Der Nordkurier hatte über eine Vermutung des Vereins im Fall Fabian berichtet.In unserem animierten Kartenvideo zeigen wir Ihnen die wichtigsten Orte und Spuren im Mordfall Fabian:Dennoch: Ein wesentlicher Punkt, den Rahmsdorf in seinem langen Facebook-Post erneut hervorhebt, ist die enge Kooperation mit den Behörden. Man habe in direkter Abstimmung mit der örtlichen Polizei gearbeitet, die Kriminalpolizei Güstrow habe dem Verein die ausdrückliche Zustimmung erteilt, seine Arbeit im Rahmen der Vermisstensuche frei auszuüben. Es sei vereinbart worden, alle erlangten Informationen und Hinweise unmittelbar an die Kriminalpolizei weiterzugeben – eine Verpflichtung, der man nachgekommen sei.Über die Person Markus Rahmsdorf hat auch der Nordkurier schon mehrmals berichtet – hier und hier. Nach eigenen Angaben stieg er aus der rechtsextremen Szene aus, war Personenschützer und sucht vermisste Personen. Fakt ist: Rahmsdorf ist umstritten bei den Behörden und sucht auffällig den Weg in die Öffentlichkeit.Empfohlene Artikel


Klares Dementi eines polizeilichen EinsatzverbotsEine der prominentesten Behauptungen im Internet, die Polizei habe dem Verein die Tätigkeit in diesem Fall untersagt, wird von Rahmsdorf als „falsch“ zurückgewiesen. Er stellt klar: „Es gab zu keiner Zeit ein Verbot.“ Im Gegenteil habe eine „klare und transparente Absprache“ mit der Kriminalpolizei und der Einsatzleitung der Polizei Güstrow bestanden, die die Tätigkeit des Vereins „ausdrücklich duldete und unterstützte.“
Einen weiteren Vorwurf, der Verein habe keine sachdienlichen Hinweise an die Polizei weitergegeben, weist Rahmsdorf ebenfalls als „falsch“ zurück. Rahmsdorf bekräftigt, dass in den letzten Tagen „mehrere Hinweise zur Aufklärung des Falls an die zuständige Kriminalpolizei übergeben“ wurden und der Verein weiterhin „aktiv an der Aufklärung“ arbeite und alle relevanten Erkenntnisse direkt an die Ermittlungsbehörden weiterreiche.Appell zur VerantwortungDas übergeordnete Ziel des Vereins bleibe laut Rahmsdorf unverändert:„Menschen in Not helfen, Familien unterstützen und gemeinsam mit den Behörden zur Aufklärung beitragen.“ Er appelliert an die Öffentlichkeit, Gerüchte nicht weiterzuverbreiten, sondern die Arbeit aller Beteiligten mit Respekt und Verantwortung zu begleiten.





